zur Navigation springen

Schulassistenten : Verstärkung für die Grundschulen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vier Schulassistenten habe bereits ihren Dienst angetreten. Weitere elf kommen zum 1. Februar. Innenstadt-Schulen bekommen je zwei Kräfte

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 15:00 Uhr

Neumünster | Bettina Dade betreut die Erst- und Zweitklässler bei den Hausaufgaben, sie gibt den Lesestoff in der Bücherei aus und passt als Pausenaufsicht auf, dass die Timm-Kröger-Schüler nicht über die Stränge schlagen. Die 46-jährige gelernte Erzieherin ist die erste von zurzeit vier Schulassistenten. Zum Halbjahresstart am 1. Februar kommen weitere elf Assistenten dazu. Dann sind alle zwölf Grundschulen der Stadt mit den neuen Kräften ausgestattet. Die drei Innenstadt-Grundschulen Vicelin-, Johann-Hinrich-Fehrs- und Mühlenhofschule bekommen sogar je zwei Assistenten.

„Ich finde es total spannend, bei der Inklusion zu unterstützen“, sagt Bettina Dade, die ihren festen Job als Erzieherin für die neue Aufgabe fahren ließ. Sie hatte sich bewusst beim Land für die Stelle an der Timm-Kröger-Schule beworben. „Da ich selbst noch zwei schulpflichtige Kinder habe, habe ich eine Teilzeitstelle gesucht, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, sagt sie.

24 Stunden in der Woche unterstützt Bettina Dade die 21 Lehrkräfte und die Schulsozialarbeiterin an der Timm-Kröger-Schule. Kleine Handgriffe sind oft schon eine große Hilfe. „Wo ist das Heft, wo ist der Ranzen, wo der Sportbeutel? – Bei den ganz Kleinen ist organisatorische Hilfe oft ganz wichtig“, sagt Bettina Dade. Sie hilft deshalb den Abc-Schützen auch beim Umziehen für den Sportunterricht.

„Immer weniger Kinder können das selbstständig“, sagt Schulleiterin Martina Behm-Kresin. Sie ist froh über die neuen Schulassistenten. „Das kommt allen zu Gute und bringt mindestens zehn Minuten mehr Zeit für den eigentlichen Sportunterricht“, sagt Martina Behm-Kresin. Etwa fünf bis sechs Kinder pro Klasse haben einen besonderen Unterstützungsbedarf, schätzt die Schulleiterin. Immer mehr Kinder hätten chronische Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes. Auch hier sind helfende Hände hilfreich, zumal wenn sie wie die Schulassistenten pädagogisch geschult sind.

„Auch für uns ist das ein ganz neues Arbeitsfeld und auch eine ganz neue Aufgabenbeschreibung für Schule“, sagt Martina Behm-Kresin. Die Schulassistenten unterstützen die Lehrer im schulischen Alltag, etwa als zweite helfende Hand im Unterricht, aber auch in den Pausen oder bei außerschulischen Veranstaltungen wie Unterrichtsgängen oder Ausflügen. Martina Behm-Kresin: „Im Zeitalter der Inklusion ist das schon sehr hilfreich.“

Schulrat Jan Stargardt ist ein Hinweis ganz wichtig: „Die neuen Schulassistenten kommen zusätzlich. Eltern behinderter Kinder müssen sich keine Sorgen machen. Der individuelle Rechtsanspruch auf Schulbegleiter für behinderte Kinder bleibt unberührt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen