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Interkulturelle Woche : Verständigung über Spiel und Musik

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kulturfest auf dem Großflecken soll Kontakte zwischen den Kulturen fördern und Vorbehalte abbauen

von
erstellt am 19.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Kunst und Kultur können Brücken schlagen, Spaß und Musik tun das meist von allein. Darauf setzen auch die Veranstalter der „Interkulturellen Woche“: Ein bunter Strauß aus Filmvorführungen, Ausstellungen, Spiel, Theater, Tanz und Musik soll in den nächsten Tagen das Miteinander der Kulturen beflügeln. Unter der Regie des neuen Integrationsbeauftragten bei der Stadt, Udo Gerigk, haben sich diesmal acht Initiativen zusammengeschlossen. Unter dem gemeinsamen Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben!“ sollen sechs Einzelveranstaltungen helfen, gegenseitige Vorurteile und Klischees abzubauen – nicht ernst und mit erhobenen Zeigefinger, sondern eher locker, unterhaltsam und – wegen möglicher Sprachhürden – mitunterauch ohne viele Worte. Los geht ’s bereits heute Nachmittag:

Ab 15 Uhr richtet die Migrations- und Flüchtlingsberatung der Diakonie im Gemeindehaus der Bonhoeffer-Gemeinde an der Tizianstraße ein Backgammon-Turnier aus. Die Veranstalter hoffen, dass das bei den Flüchtlingen aus der Zentralunterkunft beliebte Brettspiel auch einheimische Mitspieler findet, um beide Seiten spielerisch miteinander ins Gespräch zu bringen.

Ab kommenden Montag, 23. September, wird im Rathaus-Foyer die Ausstellung „Anders? – Cool!“ gezeigt. Die Schau gestattet Einblicke in den Alltag von Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln und läuft bis Freitag, 27. September.

Ebenfalls am Montag wird im neuen Bildungszentrum an der Kieler Straße 90 die Interkulturelle Bildergalerie eröffnet. Es werden Werke gezeigt und versteigert, die in einem Kursus des Ateliercafés entstanden sind.

Am Mittwoch, 25. September, wird ebenfalls im Bildungszentrum die preisgekrönte Filmdokumentation über die Band „Strom & Wasser featuring the Refugees“ gezeigt. Beginn 17 Uhr. Die Band tourt derzeit mit Flüchtlingen durchs Land, die in ihrer Heimat teils recht bekannt sind, in Deutschland in Flüchtlingsheimen leben. Der Film wird am Donnerstag ab 15 Uhr auch im Café Vis-à-vis an der Tizianstraße 9 vorgeführt.

Am Sonntag, 29. September, laden die Initiatoren zu Tanz, Gesang und Theater auf den Großflecken ein. Unter anderem präsentiert die russische Gesangsgruppe Troika jiddische und russische Lieder. Das Kieler Straßentheater Szenenexpress bringt Passanten ohne viele Worte zueinander. Für Kinder wird ein Schminktisch aufgebaut, Groß und Klein dürfen sich auf interkulturelle Snacks freuen. Festbeginn: 13 Uhr.

Weil es gleich bei mehreren Mitveranstaltern der Interkulturellen Woche in der Vergangenheit personelle Wechsel gab, fällt das Programm in diesem Jahr dennoch etwas magerer aus, räumte Udo Gerigk gestern ein. Er kündigte an, 2014 auch die zahlreichen Vereine und Verbände der ethnischen Minderheiten in der Stadt wieder stärker in das Programm einzubinden. Dann wolle man auch wieder verstärkt inhaltliche Schwerpunkte setzen, sagte Gerigk.

 

 

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