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De Modellshippers : Versierte Kapitäne zeigten ihr Können

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Teilnehmer folgten der Einladung des Vereins De Modellshippers. Präsentiert wurden mehr als 200 Yachten, U-Boote und Frachter.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Leinen los – oder besser gesagt, den Schalter der Fernbedienung auf „Ein“ hieß es am Wochenende im Freibad für die 150 Teilnehmer, die der Einladung des Vereins De Modellshippers gefolgt waren. Die Gäste der örtlichen Modellbauer kamen dabei aus ganz Deutschland sowie aus Dänemark und den Niederlanden. Ebenso ihr Vergnügen an den mehr als 200 Yachten, U-Booten, Frachtern und Seglern hatten rund 600 Schaulustige.

„Die Veranstaltung bekommt immer mehr Gewicht unter den Modellbauern. Die Stimmung ist prima, und alle haben ihren Spaß. Wir sind sehr zufrieden“, sagte auch Helmut Kohls (67), der als ehemaliger Vorsitzender die Veranstaltung mitorganisierte.

Seit Jahren in Neumünster mit von der Partie ist Detlef Burmeister (58) aus Gudow bei Mölln. Der eifrige Bastler beschäftigt sich seit 40 Jahren mit dem maßstabsgetreuen Nachbau von Schiffen. Auf dem „Meer“ im Freibad zeigte er seinen Mitstreitern in diesem Jahr unter anderem die „Borkum“ ein Dampfschiff, das allerdings aus Sicherheitsgründen mit einem Elektromotor betrieben wird. „Wenn man einmal damit angefangen hat, packt einen der Ehrgeiz immer wieder. Man will es immer noch ein bisschen besser machen“, berichtete der Schiffseigner.

Ebenso viel Freude wie die Großen hatte jedoch auch der Nachwuchs. Gleich mit zehn Schiffen waren Peter Hauschildt (45) und seine Zwillinge Jakob und Tobias (6) aus Melsdorf bei Kiel angereist. „Ich hab das Bauen als Kind angefangen, und nun sind die Jungs auch schon dabei. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, aber es ist ein tolles Gefühl, wenn ein Schiff, an dem man monatelang gesessen hat, dann auch wirklich schwimmt“, erzählte der stolze Vater.

Unter den Modellbaufans, die in der Mehrzahl schon männlich sind, gibt es jedoch auch einige Frauen, die sich diesem Hobby verschrieben haben. „Und die sind richtig gut“, lobte hier Helmut Kohls als Fachmann.

Für die sportliche Herausforderung unter den versierten Kapitänen sorgten außerdem viele Wettbewerbe, bei denen es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Präzision ging. Mit Feingefühl und Können hieß es hier Bojen zu umrunden oder auch einmal richtig Gas geben. Zu größeren Havarien kam es bei den Wettfahrten nicht, und so landeten alle Schiffe wieder heil und glücklich im Freibad-Hafen.

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