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Polizeibericht : Verrutschte Ladung: Staus bis Mittag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein liegengebliebener Tieflader auf der Autobahn 7 sorgte gestern auch auf den Ausweichstrecken für dichten Verkehr in und um Neumünster.

Neumünster | Eine gerissene Sicherungskette brachte gestern Morgen auf der Autobahn 7 die schwere Ladung eines Tiefladers auf seinem Weg nach Süden in gefährliche Schieflage. Der Lastwagen musste deshalb zwischen den Abfahrten Neumünster-Süd und Großenaspe anhalten, damit alles mit schwerem Gerät neu gesichert werden konnte. Das hatte im Berufsverkehr nicht nur schnell Folgen für die Autobahn. Auch in und um Neumünster bildeten sich auf der offiziellen Umleitung sowie auf weiteren Ausweichstrecken schnell Staus.

Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs fuhr gegen 7.35 Uhr ein Tieflader aus Italien auf seinem Weg von Norwegen Richtung Süden, als plötzlich eine 25 Tonnen schwere Kabeltrommel ins Rutschen kam. Damit kein Unglück passiert, hielt der Fahrer etwa einen Kilometer vor der Abfahrt Großenaspe im Baustellenbereich an. Schnell wurde klar, dass die riesige Ladung nur mit einem Kran wieder in eine sichere Position gebracht und neu verzurrt werden konnte. Bis der kurz vor 9 Uhr vor Ort war, konnte der Verkehr gen Süden noch einspurig an dem Tieflader vorbeifahren. Trotzdem bildete sich ein Rückstau, der bis zu 14 Kilometer lang wurde.

Gegen 9 Uhr wurde die Strecke Richtung Hamburg dann ab Neumünster-Süd komplett gesperrt. Der Verkehr wurde über die Altonaer Straße durch Brokenlande Richtung Großenaspe umgeleitet. Hier ging es wenig später nur noch im Schneckentempo voran. Doch viele Auto- und Lastwagenfahrer verließen die Autobahn aufgrund der Verkehrsmeldungen im Radio bereits an den Abfahrten Neumünster-Mitte und -Nord. Als Folge verstopften viele Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen am Vormittag zum Beispiel die Wasbeker Straße, den Ring und den Ilsahl.

Deutlich schneller als gedacht war die massige Kabeltrommel schließlich gegen 10.20 Uhr wieder aufgerichtet und gesichert. Der Tieflader konnte seinen Weg Richtung Italien fortsetzen. Schnell baute sich der Stau auf der Autobahn ab.

Nicht so auf den Ausweichstrecken. Schuld waren die Verkehrsnachrichten, die noch gegen 11 Uhr vor einer Vollsperrung „bis mindestens 12 Uhr“ warnten und dadurch viele Fahrer auf dem Weg nach Süden auf die verstopften Nebenstrecken lockten. Um die Mittagszeit herrschte jedoch auch in und um Neumünster wieder normales Verkehrsaufkommen.

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erstellt am 04.Jul.2017 | 08:00 Uhr

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