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Erstaufnahmeeinrichtung Boostedt : Verrat von Privatgeheimnissen: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Pässe und Aufenthaltstitel von zwei Erdogan-kritischen Flüchtlingen sollen weiterverbreitet worden sein.

Boostedt | Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Weitergabe von Flüchtlingsdaten und -fotos über soziale Medien im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt (Kreis Segeberg). Das Verfahren werde wegen des Vorwurfs des Verrats von Privatgeheimnissen gegen zwei Menschen geführt, sagte Oberstaatsanwalt Henning Hadeler am Freitag. Zuvor hatte der Norddeutsche Rundfunk darüber berichtet. Die Staatsanwaltschaft prüft laut Hadeler, ob die Verdächtigen in der Landesunterkunft beschäftigt sind oder es waren.

Nach dem NDR-Bericht sollen Pässe und Aufenthaltstitel von zwei Flüchtlingen, die dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisch gegenüberstehen, in Boostedt fotografiert und anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet worden seien. Einen solchen konkreten Hintergrund bestätigte Oberstaatsanwalt Hadeler nicht.

Im Dezember hatte das türkische Präsidium für Religionsangelegenheiten in einem Schreiben dazu aufgefordert, Informationen über Erdogan-Kritiker an die türkische Regierung weiterzugeben.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 14:25 Uhr

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