888 Jahre Neumünster : Verliebt in Neumünster ist das Motto für 2015

So sieht das neue Herz-Logo zum Feier-Jahr aus.
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So sieht das neue Herz-Logo zum Feier-Jahr aus.

300 Besucher kamen zum Neujahrsempfang der Stadt. Erstmals war ein Gebärdensprachen-Dolmetscher dabei.

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12. Januar 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Als er zum ersten Mal von dem Vorschlag hörte, sei er aufgrund der Doppeldeutigkeit sofort angetan gewesen: Voll des Lobes für die Idee von Pastorin Simone Bremer und Museums-Chefin Astrid Frevert präsentierte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern beim Neujahrsempfang im Museum Tuch + Technik das Motto für den 888. Geburtstag der Stadt in diesem Jahr: Verliebt in Neumünster. Mit einem Trommelwirbel von Ausnahme-Talent Levi Petersen (16), der für seinen leidenschaftlichen Auftritt viel Applaus erhielt, wurde das Banner entrollt.

„Viele sind hier in Neumünster verliebt, aber viele lieben auch diese Stadt. Ich tue es auch“, sagte Tauras. Er legte den Schwerpunkt seiner Neujahrsansprache auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und zog ein sehr positives Fazit: „2014 war für die Stadt ein erfolgreiches Jahr.“ Überall werde kräftig gebaut und investiert, nicht nur am Großflecken und in der künftigen Holsten-Galerie, sondern beispielsweise auch im Designer Outlet Center, auf der Entwicklungsfläche Nord an der A  7, im Friedrich-Ebert-Krankenhaus, in den Holstenhallen oder an der alten Feuer- und Rettungswache. „Unternehmen setzen mehr und mehr auf Neumünster. Das bringt nicht nur Veränderung, sondern insbesondere neue, zusätzliche Arbeitsplätze“, betonte Tauras. Davon seien in den vergangenen fünf Jahren rund 3000 entstanden.

Für die Zukunft sei die Umgestaltung der Innenstadt ein wichtiges Ziel. Wie lange das dauern werde, wisse er aber nicht, so Tauras. Er forderte zudem, arbeitslose Menschen besser für einen Job zu qualifizieren und die Konsolidierung des Haushalts weiter voranzutreiben. Zum Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld bezog er eine klare Linie: „Meiner Meinung nach sprechen alle Fakten dafür, dass auch die neue Schule dreizügig sein muss.“ Auf die Situation der Flüchtlinge in der Stadt ging Tauras nicht ein.

Die Rede des OB wurde erstmals von einem Gebärdensprachen-Dolmetscher simultan übersetzt. „Die Lebenshilfe hatte kurzfristig angefragt, weil auch taube Bürger gerne am Neujahrsempfang teilnehmen möchten“, erklärte Stadtsprecher Stephan Beitz. Ernst Behrens vom Gehörlosenverband Schleswig-Holstein übernahm die Übersetzung.

Insgesamt waren knapp 300 Gäste ins Museum gekommen, etwa 30 weniger als im vergangenen Jahr. Am Ausgang durften sie sich noch mit Werbeartikeln mit dem neuen Motto versorgen. Die kleine Lilli (6) verteilte unter anderem Kugelschreiber, Anstecknadeln und Schlüsselbänder.

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