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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 18:41 Uhr

Nordbau-Bilanz : Verkürzte Baumesse kommt gut an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Messe-Macher zählen 67 100 Besucher an fünf Tagen. Unternehmen sind mit Abschlüssen zufrieden. Für einige Besucher wird es teuer

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die 59. Nordbau ist Geschichte: Kurz nach 18 Uhr schlossen sich an der Justus-von-Liebig-Straße gestern Abend wieder die Tore für Nordeuropas zweitgrößte Baufachmesse – erstmals an einem Sonntag. Laut Messeleitung besuchten 67 100 Besucher die auf fünf Tage verkürzte Fachmesse.

„Die Premiere der zeitlich verkürzten Nordbau ist gut gelaufen. Ich hatte viele positive Kontakte mit Ausstellern, die allesamt berichteten, dass sie trotz der verkürzten Zeit nicht weniger Besucher hatten“, zog Dirk Iwersen, Chef der Hallenbetriebe, eine insgesamt positive Bilanz. Auch der Um- und Ausbau der Holstenhalle sei bei den Ausstellern und Besuchern unter dem Strich gut angekommen, sagte Iwersen. Viel Lob habe es für das neue Forum im Übergang von der Halle 1 zu den hinteren Hallen gegeben, freute sich der Hausherr.

Die meisten Unternehmen hätten die Geschäftsabschlüsse auf der Messe als gut bezeichnet, sagte Iwersen. Das bestätigte unter anderem Robert Riedlberger, Geschäftsführer einer Firma für Maschinen- und Straßentechnik aus München. „Ich besuche viele Messen, aber die Nordbau gehört definitiv zu den besten. Ich mache hier gute Abschlüsse“, sagte der Geschäftsführer, der wie viele seiner Aussteller-Kollegen allerdings keine harten Zahlen nennen wollte.

Die verkürzte Messedauer sei durchaus im Sinne der Aussteller, sagte der Unternehmer: „Die Besucher- und Abschluss-Zahlen an meinem Stand sind wie in den Jahren zuvor zufriedenstellend.“

Auch aus polizeilicher Sicht brachte die verkürzte Messe einen entscheidenden Vorteil: „In den Vorjahren mischte sich der Schwerlastverkehr, der dienstags zum Abbau der Messe anrückte, mit dem Besucherverkehr. Die großen Lastwagen blockierten im Umkreis der Holstenhallen eine Fahrspur, was zu enormen Beeinträchtigungen führte“, berichtete Polizeikommissar Andreas Dammann vom zweiten Polizeirevier. „Da sonntags aber Fahrverbot für Lastwagen herrscht, gehört dieses Problem jetzt der Vergangenheit an“, kann sich der Polizist mit dem Messe-Ende am Sonntag gut arrangieren.

Auch die neue Verkehrsführung vor den Holstenhallen habe sich bewährt, sagte Dammann. Nur gestern, am besucherstärksten Tag, kam es zu vereinzelten Behinderungen: „Gestern nutzten viele nicht das Park & Ride-Angebot, sondern suchten sich Parkgelegenheiten in der Gartenstadt“, bedauerte Andreas Dammann. Das führte zu zähem Verkehrsfluss auf der Rendsburger Straße und in der Umgebung. Die Polizei griff durch und ließ zehn Falschparker abschleppen.
 

Standpunkt

Die Nordbau 2014 ging gestern Abend zu  Ende, heute beginnen die Vorbereitrungen für die  Nordbau 2015. Und die Macher haben allen Grund, das mit allem Optimismus anzugehen. Die Baubranche brummt und  – darf man den politischen  Ankündigungen über die milliardenschweren Investitionen in die marode Infrastruktur  Glauben schenken –  wird sie das aller Wahrscheinlichkeit  nach auch im kommenden Jahr noch tun.  Gute Voraussetzungen für Nordeuropas zweitgrößte Baufachmesse.

 Kaum weniger aufmerksam dürften die Messemacher allerdings die  positiven Reaktionen vieler Aussteller auf den gelungenen Ausbau der  Holstenhallen registriert haben.  Für die neue Halle 1 gab es ebenso Lob, wie für das neue überdachte Forum im Übergang zu den hinteren Hallen.  Neumünster hat seine Position als Messestandort weiter gefestigt und ausgebaut.

Jens Bluhm

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