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Verkehrsversuch: Barrieren bleiben erstmal stehen

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Neumünster | Die Autofahrer stehen immer noch auf Kriegsfuß mit dem Projekt einer verkehrsberuhigten Innenstadt. Zum fünften Mal seit Start des Verkehrsversuchs am 15. Juli beobachtete die Courier-Redaktion gestern neuralgische Punkte wie die neue Einbahnstraßenregelung an der Parkstraße oder an der Holstenstraße und ertappte erneut einige unverbesserliche Geisterfahrer. Am meisten ignoriert wird aber das Durchfahrverbot am Großflecken.

Fünf Fahrer respektierten die Verbotsschilder in Höhe des Parkhotels und wendeten vor der Absperrung. Zwei Fahrzeuge einer Gerüstbaufirma nahmen auf dem Weg zu ihrer Baustelle an der Theodor-Litt-Schule die verbotene "Abkürzung" entgegen der Einbahnrichtung. Dass sie dabei die Warnblinker setzten, machte es nicht besser. Ein Pkw parkte während des gesamten Beobachtungszeitraums in falscher Fahrtrichtung direkt vor der Klaus-Groth-Schule.

sich korrekt und bogen, vom Großflecken kommend, in die Peterstraße ab. Es gab allerdings auch fünf Falschfahrer, darunter einen Mofafahrer. Entgegen der Einbahnrichtung dürfen aber laut Zusatzschild nur Radler fahren. Ein Opel parkte und rangierte mitten im Einbahnabschnitt und blockierte dabei mehrfach Autos, die korrekt von der Marienstraße aus fuhren. Zwei Pkw wendeten vom Parkstreifen an der Klaus-Groth-Schule in die falsche Richtung und fuhren zur Marienstraße.

(Zählung 14.55 bis 15.10 Uhr in Höhe der Zufahrt zum Karstadt-Parkplatz) waren wie vor einer Woche die Falschfahrer in der Überzahl. 17 Fahrer verhielten sich richtig und steuerten den Parkplatz bei Karstadt oder am Klostergraben an. 19 Pkw-Lenker scherten sich nicht um das klar ausgeschilderte Durchfahrverbot und nutzten den Großflecken als verbotene Abkürzungsstrecke. Sieben der Falschfahrer waren an den NMS-Kennzeichen als Ortskundige zu erkennen.

Der Verkehrsplaner der Stadt, Michael Köwer, kann die Beobachtungen des Couriers bestätigen. "Wir haben bei eigenen Zählungen ähnliche Größenordnungen festgestellt", sagte er. Am Donnerstag will die Verwaltung Zahlen im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vorlegen. Seit dem 5. August kontrollieren die Verkehrsüberwacher der Stadt täglich das Geschehen und schreiben fleißig Knöllchen. "Das wird irgendwann Wirkung zeigen. Solange und bis auf weiteres werden wir die Absperrungen aufstellen", sagte Köwer.

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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