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Diskussionen in Gadeland : Verkehrsinseln sollen bleiben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Stadtteilbeirat Gadeland stimmt für Verlängerung des Verkehrsversuchs auf der Segeberger Straße.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der Verkehrsversuch auf der vierspurigen Segeberger Straße soll um ein halbes Jahr verlängern werden. Das beschloss der Stadtteilbeirat Gadeland am Dienstagabend mit knapper Mehrheit. Damit bleibt die umstrittene Verkehrsinsel auf der Straße vorerst so wie sie ist.

Nach einem Ortstermin und einer anschließenden kontroversen Diskussion votierten der Beiratsvorsitzende Dr. Volker Mathée, Friedrich Hahn, Julius Holtzberg (alle CDU) und Heinz-Hermann Ingwersen (Grüne) dafür, die beiden seit Ende Oktober aufgestellten mobilen Verkehrsinseln für weitere sechs Monate an ihrem derzeitigen Standort zu lassen. Alexandra Mallon, Hasan Horata (beide SPD) und Gero Walther (BFB) beantragten dagegen, die Querungshilfe zwischen Getränkemarkt und Sparkasse sofort wegzunehmen. Sie sei überflüssig.

Einig war sich der Beirat dann wieder bei der Forderung an die Stadt, eine Bedarfsampel anstelle der zweiten Verkehrsinsel in Höhe der Tankstelle an der Ecke Heinz-Köster-Straße zu prüfen. Auch der Seniorenbeirat und der Behindertenbeauftragte der Stadt, Hartmut Florian, sprachen sich dafür aus. Verkehrsplaner Michael Köwer nahm den Vorschlag mit gemischten Gefühlen auf.

Der für eine Ampel vorgeschriebene Verkehr von 450 Fahrzeugen pro Richtung innerhalb einer Stunde in Stoßzeiten werde zwar knapp erreicht, fraglich sei aber, ob auch wirklich wie vorgeschrieben mindestens 50 Personen in dieser Zeit die Straße querten. Die Stadt und der Stadtteilbeirat wollen die Situation nun im Sommerhalbjahr weiter im Blick behalten. Erste Beobachtungen hatten gezeigt, dass die Bürger nicht immer die Verkehrsinseln nutzen, sondern auch dazwischen über die Straße gehen. Zudem war es auch zu Unfällen gekommen, weil Autofahrer die Hindernisse übersahen (der Courier berichtete).

Den Vorschlag von Heinz-Hermann Ingwersen für ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern lehnte der Beirat ab. Aufgestellt werden soll allerdings eine Tempo-Messtafel.

Scharfe Kritik musste die Stadt schließlich für ihre Einstufung von Straßen bei Sanierungen einstecken. Davon abhängig ist, wie viel Geld die Anlieger bezahlen müssen. Aktuelles Beispiel: In der Kummerfelder Straße soll die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Die Anlieger werden nach den Tarifen einer innerörtlichen Straße eingestuft. Das sei nicht hinzunehmen, kritisierte der Beirat, schließlich werde die Straße auch als Einfallstraße für Pendler, etwa aus Groß Kummerfeld, genutzt.

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