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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 01:50 Uhr

A7-Sperrung : Verkehrsinfarkt zur Holstenköste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der gesamte Autoverkehr von der Autobahn wird durch Neumünster geleitet, wenn der Ring und die Innenstadt zu sind.

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 07:45 Uhr

Neumünster | Ausgerechnet zum Holstenkösten-Wochenende am 13./14. Juni droht Neumünster der Verkehrsinfarkt: Wegen des Stadtfestes ist die Innenstadt autofreie Zone – und die Straßenbauverwaltung des Landes sperrt die Autobahn 7 komplett. Den Verkehr leitet sie durch Neumünster, wo zu allem Überfluss der Ring gesperrt sein wird. Die A7 wird dicht gemacht, um die Autobahnbrücke des Prehnsfelder Wegs am 13. Juni abbrechen zu können.

Der Verkehr aus dem Norden muss an der Abfahrt Neumünster-Nord von der Autobahn runter und durch Neumünster wieder zur A7 umgeleitet werden. Das geht jedoch nicht auf der nahe liegenden Route über die Rendsburger Straße, Sauerbruchstraße, Forstweg und Hansaring zur Roonstraße und zur Autobahnauffahrt Neumünster-Mitte: Der Hansaring ist dann zwischen Gerhard-Hauptmann-Platz und Roonstraße dicht. Der Kanal wird überprüft, und die Stadtwerke bauen weiter an ihrem Fernwärmenetz. Der Hansaring ist dafür von Juni bis Ende September in der Böcklersiedlung voll gesperrt, die Roonstraße soll aber frei befahrbar sein.

Der gesamte Autobahnverkehr muss daher die andere Richtung nehmen und wird über die Max-Johannsen-Brücke, Ilsahl, Christian-, Goethe-, Klaus-Groth- und Feldstraße, Sachsenring, Holsatenring, dann entweder über die Boostedter oder Altonaer Straße nach Neumünster-Süd geleitet.

Für den Autobahnverkehr aus dem Süden wäre eigentlich Neumünster-Mitte die Umleitung. „Wir bitten aber darum, dass schon Neumünster-Süd abgefahren wird“, sagt Bauamtsleiter Ralf-Joseph Schnittker. Die Stadt sei in guten Gesprächen mit dem Bund, der die Umleitungen ausschildert. „Die Neumünsteraner sollten am Kösten-Wochenende ihre Autos möglichst zu Hause stehen lassen“, empfiehlt Schnittker.

Für den Autobahnausbau auf sechs Spuren muss nicht nur die Brücke Prehnsfelder Weg neu gebaut werden, sondern auch die Unterführung an der (alten) Rendsburger Straße Richtung Krogaspe. Dafür werden die Kreisstraße und auch der Prehnsfelder Weg für etwa sieben Monate von Juni 2015 bis Anfang 2016 voll gesperrt. Die Sanierung der Autobahnbrücke bei Loop wird ähnlich laufen, aber ein Termin steht noch nicht fest. Die Eisenbahnbrücken Krusenhof und Aalbrook werden in diesem Jahr noch nicht angepasst.

Weitere geplante Vollsperrungen der A7 für jeweils einen Tag gibt es Anfang September und Ende Oktober. Der Hansaring ist dann möglicherweise noch nicht wieder frei. Und natürlich gibt es immer das Risiko, dass die A7 wegen eines Unfalls gesperrt werden muss. Dann zuckelt der gesamte Autobahnverkehr erneut durch Neumünster.

Kommentar von Thorsten Geil:

Es macht wirklich Sinn, die Autobahn 7 auf sechs Spuren auszubauen. Wer morgens nach Hamburg pendelt oder an einem Sonnabend in den Sommerferien nach Rendsburg fahren möchte, weiß das. Der Ausbau  kostet Zeit, Nerven und irrsinnig viel Steuergeld, ist aber nötig. Aber: Ist es denn wirklich zu viel verlangt, dass sich Baubehörden aller Ebenen miteinander absprechen? Beide Autobahnbrücken im Westen werden gleichzeitig für sieben Monate gesperrt! Und es ist doch ein schlechter Witz, dass die eine Behörde die A7 für ein Wochenende sperrt und den Verkehr durch Neumünster  leitet, wenn die andere Behörde und die SWN dort ohnehin den verkehrlichen Ausnahmezustand herbeiführen. Wenn  der Verkehrsfunk vor dem Chaos warnt – wie viele Auswärtige werden  dann wohl auf den Köstenbummel in Neumünster verzichten? Man könnte wirklich meinen, es säßen  nur Radfahrer in den Amtsstuben.

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