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Autobahn-Unfall : Verkehrschaos nach Unfall auf der A7

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nachdem am Morgen ein Laster auf einen vorausfahrenden Lkw gefahren war, staute sich der Verkehr über Stunden auch in Neumünster

von
erstellt am 03.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Es war eigentlich ein unspektakulärer Auffahrunfall, doch die Folgen waren gravierend. Nachdem gestern im morgendlichen Berufsverkehr ein Lastwagen in der Baustelle auf der Autobahn 7 in einen vorausfahrenden Lkw gefahren war, kam es Richtung Süden zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen. Auch auf der Umleitungsstrecke durch Neumünster ging zeitweilig nichts mehr.

Laut Polizeisprecher Rainer Wetzel ereignete sich die Karambolage um 9.06 Uhr in Fahrtrichtung Hamburg etwa 800 Meter vor der Abfahrt Neumünster-Süd. Offenbar hatte der Fahrer (44) eines Lasters zu spät bemerkt, dass der vor ihm fahrende Lkw bremste. Er fuhr auf. Beide Fahrer blieben unverletzt. Allerdings staute sich der Verkehr in der engen Baustelle rasch über rund zehn Kilometer bis zum Bordesholmer Dreieck. Zwar konnten die beiden Laster zügig von der Fahrbahn gezogen werden, um den Engpass etwas zu entzerren. Doch aus einem Motor waren Öl und Diesel ausgelaufen, so dass die Fahrbahn extrem verschmutzt war. Die Abschlepp- und Reinigungsarbeiten dauerten noch bis zum Mittag. Die Autobahn blieb Richtung Süden gesperrt.

Der Verkehr wurde ab Neumünster-Nord durch die Stadt bis Neumünster-Süd umgeleitet. Den halben Tag lang ging deshalb auf einigen Strecken in Neumünster nichts mehr. Auf dem Ring zwischen dem Schleusberg und der Altonaer Straße bildete sich ein langer Stau, ebenso im Bereich der Max-Johannsen-Brücke Richtung Tungendorfer Straße und Goethestraße. Auch auf der Altonaer Straße Richtung Südumgehung mussten die Fahrer viel Geduld mitbringen. Die hatte nicht jeder. So manches Hupkonzert und Fluchen waren zu hören. Gerade auf dem Hansaring blockierten manche Brummis auch die linke Fahrspur, weil sie an ebenso breiten Brummis auf der rechten Fahrspur nicht vorbeikamen. Viel Geschick und Nerven mussten diverse Fahrer von Rettungswagen beweisen, die sich manchmal millimetergenau durch die Kolonnen quetschten. An manchen Stellen wäre für Rettungswagen kein Durchkommen gewesen.

Kurz vor 13 Uhr, nach rund vier Stunden, war die Autobahn schließlich wieder frei. Bis sich die Lage in Neumünster beruhigte, vergingen allerdings weitere Stunden. An den Lastern entstand ein Schaden von zusammen etwa 80  000 Euro.


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