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Neumünster : Verkaufspläne: Das Interesse an der alten Hindenburg-Kaserne ist groß

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bundesanstalt verzeichnet viele konkrete Kaufinteressenten trotz Altlasten. Der Denkmalschutz ist weiter unklar.

Neumünster | 13 Jahre nach dem Abzug der letzten Soldaten aus der Hindenburg-Kaserne steigt das Interesse von Investoren am Kauf des weiterhin brachliegenden Teils der ehemaligen Hindenburg-Kaserne.

Die Zahl der potenziellen Käufer sei bereits jetzt unerwartet hoch, teilt ein Sprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf Nachfrage mit. Die Bima ist Eigentümer und hat das 104.740 Quadratmeter große Areal im Oktober vergangenen Jahres in ihren Verkaufskatalog aufgenommen und auf der Immobilien-Messe „Expo Real“ in München vorgestellt. Im Flächennutzungsplan der Stadt ist das Grundstück noch als Sonderbaufläche gekennzeichnet. „Die baurechtlichen Voraussetzungen für eine zukünftige zivile Nutzung sind gemeinsam mit der Stadt Neumünster zu erarbeiten. Grundsätzlich vorstellbar ist eine Nachnutzung im Bereich Wohnen, nicht störendes Gewerbe und Bildungseinrichtung“, heißt es in der Werbebroschüre der Bima. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Das Problem der Altlasten im Boden scheint Investoren nicht abzuschrecken. Bei Untersuchungen im Herbst wurden mehrere Gerbgruben mit Resten von Abfällen der ehemaligen Lederfabrik und Milzbrandsporen nachgewiesen. Ein abschließendes Ergebnis wird im Frühjahr erwartet.

Weiterhin aktuell sind Überlegungen der Stadt, einen Gebäudeblock der ehemaligen Kaserne für Flüchtlinge zu nutzen. „Eine abschließende Entscheidung diesbezüglich steht noch aus“, heißt es dazu von der Bima. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras wollte sich auch am Freitag nicht äußern: „Kein Kommentar“, hieß es aus dem Rathaus. Unklar ist weiterhin auch der Status des Denkmalschutzes. „Es liegt noch kein Ergebnis der Prüfung vor“, sagt der Bima-Sprecher.

 

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erstellt am 06.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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