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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 04:07 Uhr

Stadthalle : Verkauf nicht ausgeschlossen

vom

Wirtschaftsagentur verteidigt Pläne für ein Vier-Sterne-Haus neben der Stadthalle. "Neumünster hat Potenzial als Tagungszentrum".

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 07:57 Uhr

Neumünster | Kann Neumünster in absehbarer Zeit zum Tagungszentrum in Schleswig-Holstein aufsteigen? - Guido Schwartze, Chef der städtischen Wirtschaftsagentur, hält das nicht für ausgeschlossen. Die Stadt habe großes Potenzial. Mit Nachdruck warb Schwartze gestern für die umstrittenen Pläne, neben der Stadthalle eine neues Vier-Sterne-Hotel zu errichten.

Bislang habe man nur die Idee und einen möglichen Betreiber gehabt, seit einigen Wochen auch einen Investor für das Projekt, sagte Schwartze. Die Aussichten, Neumünster weiter voranzubringen, stünden gut. Bereits heute gebe es in Neumünster Bedarf für zusätzliche Hotelkapazitäten. Noch immer würden viele Unternehmen ihre Geschäftsgäste außerhalb der Stadt unterbringen, sagte Schwartze.

Hinter den wieder aufgegriffenen Plänen, die Stadthalle mit einem Hotel zu verzahnen (die Option gab es bereits beim Bau der Stadthalle in den 80er-Jahren), steht laut Schwartze aber die weiterreichende Idee, Neumünster zu einem führenden Tagungszentrum in Schleswig-Holstein zu entwickeln. Dazu bedürfe es aber mehr hochwertiger Hotelzimmer. Die Verzahnung Hotel und Stadthalle biete sich an, weil beide Bereiche intensiv voneinander profitieren könnten, unterstreicht der Chef der Wirtschaftsagentur.

Wie diese Kooperation aussehen könnte , ist derzeit aber noch völlig unklar. "Ich kenne noch kein Konzept", versicherte gestern Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen, zu denen auch die Stadthalle gehört. Bislang habe es erst ein einziges direktes Treffen mit den Investoren gegeben, sagte Iwersen, der den Plänen durchaus aufgeschlossen gegenübersteht. "Das Hotel könnte die Stadthalle befruchten", und allein die Aufwertung des Kleinfleckens durch den Neubau wäre ein Gewinn, meint Iwersen. Synergieeffekte seien auf vielfältige Weise denkbar, etwa durch die Auslagerung des Gastronomiebereichs in das Hotel oder die Exklusiv-Nutzung von Tagungsräumen. Allerdings gebe es auch ungeklärte Fragen, wie etwa das Museum Tuch + Technik angebunden werden solle, sagte Iwersen.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras wollte gestern auch einen Verkauf der Stadthalle nicht ausschließen. Das sei zwar unwahrscheinlich, aber denkbar, wenn die Konditionen stimmten, sagte Tauras. Die Stadt werde aber in jedem Fall sicherstellen, dass Theaterbetrieb und öffentliche Veranstaltungen zu den gegenwärtigen Bedingungen weiterlaufen.

Offen ist derzeit, wo die 48 Parkplätze bleiben, die C&A auf dem Gelände neben der Stadthalle ausweist. Die Hamburger Matrix Immobilien GmbH, Eigentümer des C&A-Hauses, ist bereit, die Plätze aufzugeben. Die Ablösesumme von 195 000 Euro, die C&A für die wegfallenden Plätze an die Stadt zahlen müsste, übernimmt der Investor. Das Geld investiert die Stadt in neue Parkplätze an anderer Stelle.

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