Faldera : Vergiftung durch defekten Kamin

Nur mit Atemschutzgerät konnten die Retter in die Wohnung gelangen, die anschließend mit einem Gebläse belüftet wurde.
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Nur mit schwerem Atemschutzgerät konnten die Retter in die Wohnung gelangen, die anschließend mit einem Gebläse belüftet wurde.

Die Bewohner riefen noch selbst die Rettungskräfte.

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26. Januar 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | Neumünster Eine 79-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann  wurden gestern  Nachmittag an der Ehndorfer Straße durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung schwer verletzt. Der Bewohner eines Zweifamilienhauses hatte selbst gegen 15 Uhr den Rettungsdienst gerufen, weil seine Frau zusammengebrochen war. Als die Sanitäter sich um die Frau kümmern wollten, kollabierte auch der Mann.

Die Rettungsassistenten merkten schnell, dass in der Wohnung etwas nicht stimmte, rannten hinaus und schlugen Alarm – eine geistesgegenwärtige Reatkion, die dem Paar und auch ihnen selbst vermutlich das Leben rettete. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr rückte an. Das Haus, in dem sich keine weiteren Personen aufhielten, wurde von Einsatzkräften mit schwerem Atemschutz untersucht. Messungen ergaben, dass in der Wohnung offenbar durch einen defekten Kamin eine viel zu hohe Kohlenmonoxidkonzentration herrschte.

 Drei Notärzte eilten an den Unfallort, die beiden Patienten wurden in den Rettungswagen medizinisch versorgt, transportfähig gemacht und dann in die Kieler Uniklinik gebracht. Auch die beiden Sanitäter, die die Wohnung zuerst betreten hatten, wurden von ihren Kollegen behandelt. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude mit einem Hochleistungsgebläse und räumte Asche aus dem Kamin, die dann vor der Haustür abgelöscht wurde.

Die Ehndorfer Straße war mehr als eine Stunde lang durch eine große Zahl von Einsatzfahrzeugen blockiert und unpassierbar.

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