Polizeibericht : Vergewaltigung im Tunnel war frei erfunden

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Die Polizei sucht aber noch den Sextäter aus der Friedrichstraße.

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25. März 2017, 08:00 Uhr

Neumünster | Am Mittwoch suchte die Polizei mit Hilfe des Couriers nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger: Ein Unbekannter sollte am Donnerstag der vergangenen Woche (16. März) ein 16-Jährige in der Bahnunterführung auf dem kleinen Weg zwischen Fabrikstraße und Linienstraße angefallen haben (der Courier berichtete). Mittlerweile haben die Ermittlungen der Polizei ergeben: Die brutale Vergewaltigung, von der die Jugendliche berichtete, hat es nie gegeben. „Die Sache war frei erfunden“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Was die 16-Jährige dazu veranlasste, sich die haarsträubende Geschichte auszudenken, wollten die Ermittler aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der Jugendlichen nicht weiter erläutern. Sicher ist: Das Mädchen wird sich jetzt wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten müssen.

An dem zweiten Fall, der sich ebenfalls am Donnerstag der vergangenen Woche ereignet haben soll, hat die Polizei jedoch keine Zweifel. „Die Kripo ermittelt weiterhin bezüglich eines sexuellen Übergriffs, der sich am späten Donnerstagabend gegen 20.40 Uhr an der Friedrichstraße ereignet haben soll“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Ein Unbekannter soll dort eine 18-Jährige angehalten und am Gesäß begrapscht haben (der Courier berichtete). Als sich die junge Frau zur Wehr setzte, sei der Unbekannte zu Fuß über den Postparkplatz geflüchtet.

Der Täter ist etwa 25 Jahre alt, 1,75 Meter groß und von normaler bis kräftiger Statur. Zur Tatzeit trug er auffallend viel Gel in seinem dunklen, gelockten Haar. Oben rechts fiel dem Opfer bei dem Mann eine Zahnlücke auf. Das eckige Gesicht des Täters hatte ein spitzes Kinn. Der Unbekannte sprach gebrochen Deutsch. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 945-0.

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