zur Navigation springen

Vereinsheim soll Treffpunkt für Flüchtlinge und Helfer werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 08.Jan.2016 | 00:36 Uhr

Der neu gegründete Verein „Openhaart“, der sich in der Flüchtlingshilfe für Kinder engagieren will, hat sich am Mittwochabend in seinen Räumen im ehemaligen Vereinsheim des SV Ruthenberg an der Slevogtstraße vorgestellt. Gleichzeitig wurde dort die zukünftige Zusammenarbeit mit der über das Internetportal Facebook organisierten Gruppe „Hilfe für die Flüchtlinge in Neumünster“ (der Courier berichtete) erläutert. Der Vereinsname setzt sich aus „Offen“ (open) und dem Straßennamen Haart zusammen; der steht für die Flüchtlingsunterkunft.

Sportliche Aktivitäten, einen Spielzeug- und Lernmaterial-Verleih sowie Deutsch-Kurse: All das will „Openhaart“ in den von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellten Räumen auf die Beine stellen. Außerdem soll das Vereinsheim als Ab- und Ausgabestelle für Spenden genutzt werden, zu denen die Facebook-Gruppe aufruft.

„Man muss alles, also auch das Ehrenamt unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten, um Erfolg zu haben. Dazu bietet dieses Haus als zentraler Anlaufpunkt sowie auch das Umfeld mit den Sport- und Spielplätzen beste Voraussetzungen“, erklärte der Vorsitzende und Ideengeber des Vereins, Roman Wagner. Dem „Openhaart“-Team, das sich bei Gründerseminaren an der Kieler Universität zusammenfand, sei es dabei wichtig, dass die Angebote sowohl den Flüchtlingen als auch den Helfern offenstehen. „Menschen, die helfen möchten, sollen sich ebenso an uns wenden wie auch Vereine und Institutionen. Unser Anliegen ist es, Freundschaften unter Kindern und Jugendlichen zu fördern und ihnen in Projekten und Kursen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben“, erklärte der 27-jährige Neumünsteraner.

Konkret als Sammelstelle nutzen wird die Räume künftig auch die Initiative „Hilfe für Flüchtlinge in Neumünster“. Unter anderem engagiert sich die Gruppe, der mittlerweile rund 1150 Mitglieder angehören, für Babys und Kinder in der Erstaufnahmestelle. „Zum Beispiel liefern wir an das FEK komplette Erstlingsausstattungen. Der ärztliche Dienst bekommt von uns Bilderbücher und Kuscheldecken“, berichtete Bea Gerhartz, die mit ihrem Mann Bernhard, Stefan Eckner und Torben Petersen die Internetgruppe verwaltet.

Freuen konnten sich die Aktiven an diesem Abend über zwei Spenden. Jeweils 500 Euro übergaben Judith Patten und Thies Thode. Das Geld hatten die beiden Künstler bei Auftritten im Dezember gesammelt.

Die Informationstreffen im „Openhaart“ finden montags (17 bis 19 Uhr), donnerstags (14.30 bis 18 Uhr) und sonnabends von 10 bis 15 Uhr statt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen