Wasbek : Verbotene Grabung kostet 14 000 Euro

Auch die Wasbeker Feuerwehr war vor Ort, als die mögliche Wasserverschmutzung am Lohweg bekannt wurde und legte Ölsperren.
Auch die Wasbeker Feuerwehr war vor Ort, als die mögliche Wasserverschmutzung am Lohweg bekannt wurde und legte Ölsperren.

Der Graben in Wasbek muss wieder zugeschüttet werden, das Erdreich muss auf eine Sondermülldeponie. Wasser wurde nicht verschmutzt

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13. März 2014, 06:00 Uhr

Wasbek | Aufatmen in Wasbek: Der an der alten Deponie am Lohweg neu ausgehobene Entwässerungsgraben hat nicht zu einer Gewässerverunreinigung geführt. Das wurde gestern aus dem Rendsburger Kreishaus vermeldet.

Am Rande der alten Müllkippe am Lohweg wurde Ende Februar ein neuer Entwässerungsgraben für den dortigen Wirtschaftsweg ausgehoben. Dadurch sickerte verschmutztes Wasser in den Vorfluter, und der Umweltschutztrupp musste anrücken. Durch die Erdarbeiten wurde sichtbar, dass nur wenige Zentimeter unter der Deckschicht bereits Haus- und Gewerbemüll aller Art samt Bauschutt abgelagert sind. Die lösbaren Rückstände fanden nun mit dem Regenwasser ihren Weg in das Abflusssystem des Oberflächenwassers (der Courier berichtete).

„Die Ergebnisse der entnommenen Wasserproben sind unbedenklich“, erklärte gestern Michael Wittl, Leiter des Fachdienstes Wasser, Bodenschutz und Abfall im Rendsburger Kreishaus. Seiner Aussage nach entsprechen die Werte des aus dem Erdreich austretenden Wassers zum Beispiel denen von Regenwasser oder von Abflüssen aus Kläranlagen. Sie entsprechen damit den Ergebnissen von Bodenproben, die vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der Erschließung des neuen Baugebietes schon einmal entnommen wurden. Dabei stellte sich heraus, dass das Grundwasser zwar nicht unbelastet ist, für gärtnerische Zwecke aber genutzt werden darf. Dennoch müsse der Graben, für den die Kreisbehörde keine Genehmigung erteilt hat, wieder zugeschüttet werden, so der Experte. Das ausgebaggerte Erdreich des rund 100 Meter langen sowie etwa einen Meter tiefen und breiten Grabens muss auf eine Sonderdeponie gebracht werden. Die Kosten hat nach Aussage von Michael Wittl der Verursacher zu tragen.

Angeordnet hatte die Grabung Wasbeks Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU). Rohloff hatte sich dafür keine Rückendeckung aus der Gemeindevertretung geholt oder eine Erlaubnis beim Kreis eingeholt. Rohloff zeigte sich erleichtert, dass sich der Anfangsverdacht auf Gewässerverunreinigung nicht bewahrheitet hat. Gestern Abend wollte er auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine Erklärung abgeben.

Nach Information unserer Zeitung ist durch den Graben ein Schaden von etwa 14 000 Euro entstanden, was der Bürgermeister bestätigte. Karl-Heinz Rohloff geht davon aus, dass die Gemeinde die Kosten trägt.












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