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Kösten-Flohmarkt: : Veranstalter gibt der Stadt einen Korb

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach Kritik an Standgebühren zieht der Hamburger Eventmanager zurück. Dennoch soll es auf der Köste einen Trödelmarkt geben.

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster |  Überraschende Wende im Streit um den  Köstenflohmarkt: Der private Veranstalter,  der den Flohmarkt am 15. Juni im Auftrag der Stadt organisieren sollte, hat gestern zurückgezogen.     

Nach der Ankündigung aus der Politik, die  Kooperation gegebenenfalls bereits für 2015 wieder aufzukündigen, sehe man keine Basis mehr, eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen, heißt es in einer  am Mittwochnachmittag veröffentlichen Stellungnahme des Hamburger Eventmanagers Thomas Will. Gerade im ersten Jahr sei der Aufwand, den bislang gebührenfreien Markt neu aufzubauen, besonders groß.

Thomas Will bezieht sich in seiner Absage ausdrücklich auf die  öffentliche Kritik  von SPD-Ratsherr Rudolf Johna, den traditionellen Familienflohmarkt am Köstensonntag  in private Hände zu geben  (der Courier berichtete).   Weil der Flohmarkt von Jahr zu Jahr mehr ausufert, hatte sich die Stadt aus Sicherheitsgründen dazu entschieden die Organisation des Marktes  nach außen zu vergeben. Der Betreiber sollte  auf  eigene Rechnung für einen geregelten Ablauf sorgen und  im Gegenzug  Standgebühren   erheben dürfen.

 Stadtsprecher Stephan Beitz hat die Absage des  Flohmarkt-Spezialisten inzwischen bestätigt. „Wir werden in aller Ruhe durchdenken, wie es weitergeht“, sagte Beitz. Auf  jeden Fall solle es aber zur Köste wieder einen Flohmarkt geben. Ob mit oder ohne Standgebühren sei derzeit offen.

 Die CDU warf der SPD Blockadepolitik und mangelndes Vertrauen vor.  „Die Verwaltung hat bei der Vergabe der Organisation an einen externen Betreiber in höchstem Maße verantwortlich gehandelt, um die Sicherheit der Standbetreiber und Besucher zu gewährleisten“, sagte die Fraktionsvorsitzende, Babett Schwede-Oldehus.  Sie wundere, dass die SPD zwar einen städtischen Ordnungsdienst verlange, auf der anderen Seite aber  der Ordnung und Sicherheit beim Flohmarkt keine besondere Bedeutung beimesse.  „Wir fordern   die Sozialdemokraten  auf, jetzt zügig ein Konzept vorzulegen, wie die Sicherheit und Ordnung der Betreiber und Besucher gewährleistet wird, ohne weitere Mittel aus dem städtischen Haushalt zu verwenden“,  so die Fraktionsvorsitzende.

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