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Holsteinischer Courier

16. August 2017 | 20:03 Uhr

Grossenaspe : Vandalismus rund um die Kirche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Kletterturm auf dem Spielplatz wurde ein Feuer gemacht.

Grossenaspe | Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen – und natürlich treibt es jetzt auch die Großenasper Kinder wieder raus auf den beliebten, im vergangenen Jahr neu ausgestatteten Spielplatz an der Katharinenkirche. Doch seit Ferienbeginn haben Vandalen mehrfach dafür gesorgt, dass das Spielvergnügen hier getrübt ist.

Schon am Wochenende vor Ostern steckten bisher unbekannte Täter einen Haufen Werbeprospekte auf dem Kletterturm in Brand. „Die obere Bodenplatte ist so stark beschädigt, dass wir sie auswechseln müssen. Dafür müssen wahrscheinlich der gesamte Turm und die Rutsche abgebaut werden“, erklärte Pastor Dr. Jan-Peter Dau-Schmidt verärgert. Den entstandenen Schaden schätzte er auf gut 1000 Euro. „Es ist so unverständlich wie überflüssig. Das ist der schönste Spielplatz im Ort. Jeden Tag wird er von Kindern und Eltern genutzt. Es ist mir unverständlich, wie jemand daran seinen Spaß haben kann, ihn zu zerstören“, sagte Dau-Schmidt verärgert.

Ebenfalls unverständlich ist für den Pastor ebenso wie für den Friedhofsmitarbeiter Thorben Trojan, dass immer wieder Glas in direkter Nähe zum Spielplatz zertrümmert wird. „Die Scherben stammen von Flaschen und Glasschalen. Da die Spielfläche mit Sand aufgeschüttet ist, stellt dies eine echte Gefahr dar. Vor allen Dingen, wenn es jetzt warm wird und die Kinder barfuß laufen“, erklärte er.

Scherben und Flaschen, illegale Feuerstellen und zerrupfte Gräber finden sich immer wieder auf dem Kirchengelände. „Und in den Ferien ist das sehr oft der Fall. Wahrscheinlich ist es Langeweile, die solche Aktionen hervorbringt“, so Trojans Vermutung.

Doch damit nicht genug: Nicht zum ersten Mal, doch erst vorgestern wieder, machten sich ungebetene Besucher in der Kirche zu schaffen. Gestohlen wurde bisher nichts, aber das ausliegende Informationsmaterial wurde in der Kirche sinnlos verteilt und herumgestreut. Auch das ist ein Ärgernis, denn im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen steht die Katharinenkirche ihren Besuchern von April bis September tagsüber offen – ohne Aufsicht. Ob dies so bleiben kann, bleibt abzuwarten. Pastor Dau-Schmidt jedenfalls wird die Brandstiftung jetzt anzeigen. „Wir möchten auch die Bevölkerung bitten, vermehrt auf unsachgemäße Handlungen rund um die Kirche zu achten“, lautete außerdem sein Appell.  




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