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73-Jähriger stellte Kindern nach : Urteil gegen Sextäter aus Neumünster rechtskräftig

vom

Ein 73-jähriger Sextäter aus Neumünster muss nun doch acht Monate ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht bestätigte das Urteil des Kieler Landgerichts.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 02:33 Uhr

Schleswig/Neumünster | Das Oberlandesgericht Schleswig habe die Revision des Mannes verworfen, bestätigte Gerichtssprecherin Rebekka Kleine am Mittwoch. Die Verurteilung des Kieler Landgerichtes ist damit rechtskräftig.
Der Mann gilt als unbelehrbar. Er ist bereits einschlägig wegen Kindesmissbrauchs in 99 Fällen vorbestraft und verbüßte deswegen neun Jahre Gefängnis. Weil er sich aber nach der Entlassung aus dem Gefängnis trotz richterlichen Verbots wieder Kindern näherte, verhängte das Amtsgericht Neumünster vier Monate Haft. In der Berufungsverhandlung verdoppelten die Kieler Richter dann das Strafmaß sogar auf acht Monate.

Fußfessel und Überwachung

Nun muss die Staatsanwaltschaft dem 73-Jährigen die Ladung zum Strafantritt zustellen. Er hätte aber die rechtliche Möglichkeit, gegebenenfalls Haftaufschub zu erwirken. Der Mann wird seit vergangenem Jahr von der Polizei überwacht und muss eine Fußfessel tragen.
Als eine Amtsrichterin in Neumünster die Überwachung des Mannes kurzzeitig nicht verlängerte, um ihn persönlich anzuhören, gab es einen Sturm der Entrüstung. Auch das Justizministerium ließ sich berichten. Der Amtsgerichtsdirektor ordnete die sofortige Fortsetzung des Observation an. Justizministerin Anke Sporendonk (SSW) wies den damals von Richterorganisationen geäußerten Verdacht einer unzulässigen Einflussnahme entschieden zurück.

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