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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 08:05 Uhr

Bornhöved : Unterschriften für die Oberstufe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bornhöveder hoffen auf positiven Bescheid vor Weihnachten

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Nicht nur Bornhöved, sondern auch Wahlstedt und Bad Segeberg haben sich um die Einrichtung gymnasialer Oberstufen beworben. „Noch ist alles offen“, meinte Schulverbandsvorsteherin Silke Roßmann aus Wankendorf. Die Anträge liegen im Bildungsministerium. Die Entscheidung, ob es in Bornhöved an der Sventana-Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe geben wird, soll noch vor Weihnachten fallen. So laute die Zwischenmeldung aus dem Ministerium.

„Es gibt noch keinen Grund zur Vorfreude“, sagt die Bürgermeisterin. Das sieht auch der Elternbeiratsvorsitzende Sven Krause ähnlich. „Der Buschfunk signalisiere auch die Möglichkeit, dass keiner der drei Standorte eine Oberstufe erhält“, sagte Krause gestern bei einem Treffen an der Bornhöveder Sventana-Gemeinschaftsschule.

Mit einer Unterschriftensammlung wollen Eltern jetzt ihren Wünschen nach einer eigenen Oberstufe Nachdruck verleihen. Seit etwa eineinhalb Wochen sind 2000 Unterschriftslisten im Umlauf, die in Geschäften, der Wankendorfer Amtsverwaltung, im alten Amt Bornhöved und an anderen Stellen ausliegen. Erste Rückläufer sammelte Krause gestern ein. Die Aktion soll noch bis zur zweiten Novemberwoche laufen. Dann sollen die Listen ins Ministerium gebracht werden.

Bornhöved biete sich als weiterer Standort neben Trappenkamp für eine Oberstufe nicht nur durch seine begünstigte Lage zwischen zwei Ämtern und damit kurzen Wegen für die Schüler an. „Auch die Räume sind vorhanden“, sagte Silke Roßmann. „40 Räume und eine Mensa, in der 200 bis 300 Schüler beköstigt werden können, stehen insgesamt bereit. Es muss nichts extra gebaut werden.“ Außerdem könnte die Bornhöveder Gemeinschaftsschule bis zur 10. Klasse langfristig ohne gymnasiale Oberstufe auf wackeligen Beinen stehen.

„Eltern treffen ihre Entscheidungen heute häufig bereits früh während der Grundschulzeit der Kinder. Manche ziehen einfach fort, dahin, wo eine Schule mit Oberstufe angesiedelt ist oder die Wege kürzer sind“, meinte Sven Krause. Die in Trappenkamp vorhandene Oberstufe sei ausgelastet. Für den Besuch weiter entfernt liegender Standorte müssten die Schüler teilweise täglich bis zu zwei oder gar drei Stunden Fahr- und Wartezeit für den Schulweg in Kauf nehmen. Das sei für die Schüler kaum zumutbar und gehe außerdem zu Lasten der sozialen Strukturen im ländlichen Raum. „Es gibt Schüler, die gehen um 6.30 Uhr aus dem Haus und kommen um 17.30 Uhr von der Schule heim. Das ist untragbar“, sagte Krause. Schüler müssten auch noch Raum für Vereine, Freunde und Freizeit haben, hieß es in der Runde.




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