Neumünster : Unternehmensverband begrüßt 500. Mitglied

Jens van der Walle (rechts) und Ulf Michel (links) begrüßten mit Stefan Jensen das 500. Mitglied in den Reihen des UVM.
Jens van der Walle (rechts) und Ulf Michel (links) begrüßten mit Stefan Jensen das 500. Mitglied in den Reihen des UVM.

Jens van der Walle und Ulf Michel wurden als Vorstände im Amt bestätigt.

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27. Juni 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Der Unternehmensverband Mittelholstein (UVM) wird weiterhin von Jens van der Walle geführt. Die im Hotel Prisma tagende Mitgliederversammlung bestätigte den Geschäftsführer der Büdelsdorfer Firma Werner Vollert Entsorgung als Vorstandsvorsitzenden und Ulf Michel aus Neumünster als seinen Stellvertreter.

Zugleich konnte der UVM mit dem Bordesholmer Bauunternehmen Rohrsanierung Jensen sein 500. Mitgliedsunternehmen begrüßen. Der UVM ist damit der mitgliederstärkste Regionalverband in Schleswig-Holstein unter dem Dach des UV Nord.

Der Unternehmensverband werde auch in Zukunft das „Sprachrohr des Mittelstandes in Mittelholstein sein und als solches den Dialog mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit pflegen“, sagte Jens van der Walle. Die mittelständischen Unternehmen zeigten eine große Bereitschaft, Integration zu leisten, sagte van der Walle, mahnte aber auch: „Allein Willkommenskultur reicht nicht.“ Entscheidend sei die Sprachförderung. Eine weitere wichtige Säule sei die Integrationsbereitschaft der Geflüchteten. Van der Walle nannte hier explizit das „Prinzip des Förderns und Forderns“.

Eine gute Überleitung zu Staatssekretär Torsten Geerdts, der im öffentlichen Teil der Versammlung zum Thema „Integration als Gemeinschaftsaufgabe“ sprach. Man müsse die Fehler der 60er-/70er-Jahre vermeiden, so Geerdts: „Wer eine gute Bleibeperspektive hat, der wird bleiben. Und es werden auch Familien zusammengeführt werden müssen.“

Arbeit sei nach der Sprache ein wichtiger Schritt, damit Integration gelingen könne. Geerdts: „Wir brauchen mutige Unternehmer, die mutig vorangehen.“ Geerdts machte aber auch klar, dass es klarer Regeln bedarf. Viele kämen über das falsche System – nämlich per Asylantrag – nach Deutschland. Geerdts: „Wir brauchen eine geregelte Zuwanderung.“

Und: „Wer integrieren will, muss die Menschen, die nicht hier bleiben können, abschieben und rückführen.“ Das sei nötig, um den gesellschaftlichen Frieden zu wahren. Die Grundrechte seien nicht verhandelbar. Schleswig-Holstein setze auf eine freiwillige Rückkehr und plane mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern für 2020 eine gemeinsame Abschiebehaftanstalt in Glückstadt.

Wer keine Bleibeperspektive habe, bleibe in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Neumünster und Boostedt. In Boostedt sei 2024 Schluss, bekräftigte Geerdts und betonte: „Das haben wir fest zugesagt.“

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