Unter die Sonnenschutzblende gehört die Rettungskarte

Auf der sogenannten Rettungskarte, die es für jedes Automodell gibt, sind alle wichtigen Teile eingezeichnet, die im Rettungsfall wichtig sind. Jürgen Pingel (links) über gab eine Karte an Christian Lahann (rechts).
Auf der sogenannten Rettungskarte, die es für jedes Automodell gibt, sind alle wichtigen Teile eingezeichnet, die im Rettungsfall wichtig sind. Jürgen Pingel (links) über gab eine Karte an Christian Lahann (rechts).

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20. Juli 2015, 17:37 Uhr

Beim traditionellen Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr Großenaspe hatten sich die Kameraden neben dem Spaß an der Sache in diesem Jahr auch die Werbung für die sogenannte Rettungskarte auf die Fahnen geschrieben.

Wo befinden sich die Batterie und der Kraftstofftank? Welche Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig, um Airbags nicht nachträglich auszulösen? Das sind die Fragen, die Rettungskräfte an der Unfallstelle nicht immer sofort und eindeutig beantworten können. Doch im Ernstfall geht es um die richtige Technik – und zwar innerhalb von Sekunden.

„Die Rettungskarte bietet eine Übersicht über alle wichtigen Teile, die in einem Fahrzeug verbaut sind“, erklärte der Aktive Jens Steffen. Im Rettungsfall seien dies wichtige Informationen. Denn wenn Schere und Spreizer eingesetzt werden, könnten die Geräte durch nicht bekannte Konstruktionen beschädigt werden, sodass die Rettung verzögert werde, führte er weiter aus. „Deshalb sollte dieses Merkblatt unter jeder Sonnenblende der Fahrerseite klemmen. Und auch der Tüv und die Hersteller müssten eigentlich sicherstellen, dass diese Informationen vorhanden sind. Denn schließlich gibt es ja zum Beispiel mit den Elektrofahrzeugen auch immer wieder neue Techniken, mit denen wir nicht immer vertraut sind“, erläuterte dazu Gemeindewehrführer Jürgen Pingel.

Die Karten, die es für jedes Modell gibt, halten die Hersteller, aber auch der ADAC oder die Dekra im Internet vor. „An diesen Stellen gibt es auch Aufkleber für die Windschutzscheibe, die auf das Vorhandensein der Karte hinweisen“, lautete hier Pingels Tipp.

Das Angebot, sich die Rettungskarte gleich vor Ort, also praktisch zum Mitnehmen ausdrucken zu lassen, kam jedenfalls beim Fest gut an.
Insbesondere deshalb, da die Mehrzahl der Besucher dieses Informationsblatt gar nicht kannten. So hieß es dazu unter anderem aus einem Kreis von jungen Führerscheininhabern, dass sie auch in der Fahrschule nie etwas über die Rettungskarte gehört hätten.

Zu denen, denen die Karte neu war, gehörte auch Christian Lahann aus Großenaspe. „Ich hab das jetzt zum ersten Mal gehört. Aber die Idee ist gut. Jeder sollte sich die unter die Blende packen. Denn ich wusste zu Beispiel nicht, dass es mein Auto auch mit einer zweiten Batterie gibt“, sagte der langjährige Führerscheinbesitzer, der sich gleiche eine Karte ausdrucken ließ.  







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