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Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 08:47 Uhr

Ehndorf : Unter der Brücke wird gearbeitet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Bauwerk zwischen Ehndorf und Neumünster kann aus Sicherheitsgründen nicht für Autos freigegeben werden.

Ehndorf | Seit gut zwei Wochen ist die Autobahnbrücke im Verlauf der Hauptstraße (Kreisstraße 37) zwischen Ehndorf und Neumünster voll gesperrt. Allerdings können Fußgänger und Fahrradfahrer den Übergang nutzen. Doch für den Autoverkehr bleibt die Brücke bis September gesperrt, obwohl sich auf der Baustelle scheinbar seit Tagen nichts mehr rührt. Anwohner und Pendler waren darüber verärgert (der Courier berichtete). Jetzt stellte die Baufirma klar: Es wird unter der Brücke gearbeitet.

Die Verärgerung der Bürger rief die Bürgermeister der von der Umleitung betroffenen Gemeinden auf den Plan: Hauke Göttsch (Ehndorf), Carsten Bein (Padenstedt) und Karl-Heinz Rohloff (Wasbek) trafen sich am Mittwoch auf der Brücke. Bei einem Ortstermin erläuterten Mitarbeiter der mit dem A 7-Ausbau beauftragten Firma Via Solutions Nord, warum der Verkehr hier nicht fließen kann. „Bei der Sanierung müssen wir sowohl auf dem Bauwerk als auch darunter arbeiten. Zurzeit sichern wir die Brückenkappen (die nicht befahrbaren Randstreifen einer Brücke) von unten. Deshalb ist auf der Brücke im Moment nichts zu sehen“, erklärte der Oberbaumeister Bernd Jacobs. Dennoch werde die abgefräste Fahrbahn als Arbeitsfläche gebraucht. „Und durch den vielschichtigen Aufbau der Fahrbahn sowie der tragenden Konstruktion dauern die Arbeiten einfach einige Wochen, erläuterte er weiter. „Wenn unter der Brücke mit schwerem Gerät gearbeitet wird, kann man obendrauf aus Sicherheitsgründen keine Autos fahren lassen. Außerdem ragen bereits Stücke des bestehenden Stahlgeflechts aus der Fahrbahnoberfläche. Diese stellen eine weitere Gefahrenquelle dar“, ergänzte dazu der Verkehrskoordinator Peter Schreiber.

Als Grund für die Sanierung der Brücke innerhalb des Ausbaus der Autobahn erklärte zudem Florian Zettel, Pressesprecher bei Via-Solutions Nord, dass die Bauarbeiten sozusagen in einem Abwasch ausgeführt werden könnten. „Ansonsten müssten wir die Autobahn in vier, fünf Jahren für die Ertüchtigung der Brücke wieder sperren. So können wir uns diese Verkehrsbehinderung sparen“, erklärte er.

Somit wird die Umleitung also wie geplant die nächsten Monate bestehen bleiben. „Doch die meisten Ehndorfer und Padenstedter haben Verständnis für diese Maßnahme und nehmen den Umweg insgesamt gelassen in Kauf“, berichteten die Bürgermeister.

Für Fußgänger und Radfahrer aus Wasbek wird die Ehndorfer Brücke übrigens vom 29. auf den 30. Juni zur Ausweichstrecke. Denn in dieser Zeit wird die Fußgängerbrücke am Matzhornweg aufgrund von Sanierungsarbeiten voll gesperrt sein.

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