KInderschutzbund : Unmut nach der Wahl des Vorstands

Susanne Pfuhlmann-Riggert (stellvertretende Vorsitzende, von links), die neue Vorsitzende Gudrun König, Beisitzerin Ellen Hansen, Reinhard Ruge (weiterhin Schriftführer), Ralf Witte (Beisitzer), die neue Schatzmeisterin Rosemarie Wörner, Oliver Raksch (Beisitzer), der ehemalige Schatzmeister Torsten Marr und Beisitzerin Angelika Eilers-Barz stellten sich nach der umstrittenen Wahl für ein Foto auf.
Susanne Pfuhlmann-Riggert (stellvertretende Vorsitzende, von links), die neue Vorsitzende Gudrun König, Beisitzerin Ellen Hansen, Reinhard Ruge (weiterhin Schriftführer), Ralf Witte (Beisitzer), die neue Schatzmeisterin Rosemarie Wörner, Oliver Raksch (Beisitzer), der ehemalige Schatzmeister Torsten Marr und Beisitzerin Angelika Eilers-Barz stellten sich nach der umstrittenen Wahl für ein Foto auf.

Ein überraschendes Wahlergebnis sorgte beim Kinderschutzbund für sehr unterschiedliche Reaktionen. An der Spitze steht jetzt Gudrun König.

shz.de von
25. Juni 2014, 06:30 Uhr

Neumünster | Neumünster  „Hier passiert heute Abend etwas Großes.“ Oder: „Das grenzt schon fast an Palastrevolution.“ Mit diesen Worten kommentierten  einzelne Mitglieder auf der Hauptversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes am Montagabend die gravierenden Veränderungen im Vorstand. Mit den Neuerungen war   offenbar nicht jeder einverstanden.

 Zuvor hatte sich  Gudrun König, begleitet von  Applaus und Bravo-Rufen,    gegen Reinhard Ruge als Vorsitzende durchgesetzt. Sie ist jetzt die Nachfolgerin von Torsten Geerdts. Rosemarie Wörner löste Torsten Marr als Schatzmeisterin ab.

 Im bisherigen Vorstand schien kaum einer  mit der Kandidatur beziehungsweise    dem klaren Wahlerfolg der beiden „Neuen“   gerechnet zu haben. Von 67 Stimmen zur Wahl des Vorsitzenden entfielen 53 auf Gudrun König, Rosemarie Wörner wurde mit  38 Stimmen zur neuen Schatzmeisterin gewählt.  Unverhohlener Jubel bei manchen Mitgliedern, ernste Gesichter auf Seiten des ehemaligen Vorstands – das waren die Reaktionen. Einzig Torsten Marr machte seiner Enttäuschung Luft: „Ich bedaure es sehr, dass ich das Amt nicht weiterführen kann. Ich hab es sehr gerne gemacht“, kommentierte der gelernte Bankkaufmann seine Abwahl.

Zu den Hintergründen: Dass der langjährige Vorsitzende (und frühere Berufspolitiker) Torsten Geerdts nicht wieder kandidieren würde, hatte er bereits Anfang des Jahres angekündigt. Als  Nachfolger  schlug Geerdts den Schriftführer Reinhard Ruge vor, der seit langem auch als engagierter FDP-Politiker engagiert ist. „Gegenvorschläge?“ Eine Routinefrage mit Folgen: Gudrun König wurde  genannt und bekundete ebenso ihr Interesse am Amt wie Reinhard Ruge. Vage Zweifel einiger Mitglieder, ob sie der Aufgabe ohne jegliche Erfahrungen im administrativen Bereich gewachsen sei, entgegnete die sozialpädagogische Assistentin aus  der Tungendorfer Andreaskindertagesstätte mit ihrem großen Willen auf Weiterbildung und verwies auf ihre jahrelangen Erfahrungen im Ehrenamt beim Kinderschutzbund. „Hier kann ich eine Brücke zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern schlagen. In unserem Verein muss vieles angestoßen werden“, befand Gudrun König. Dem Applaus zufolge hatte  sie damit den Nerv vieler Mitglieder getroffen.

Davon zeugte auch die Wahl von Rosemarie Wörner. In ihrer Vorstellung versprach die gelernte Steuerfachgehilfin, die seit acht  Jahren ehrenamtlich im Kinderschutzbund tätig ist, eine „dichte Zusammenarbeit mit der Basis“.

Till Pfaff wird das gerne zur Kenntnis nehmen. Der Geschäftsführer verwies in seinem Bericht  auf die schwierige Kommunikation innerhalb des Verbandes und plädierte für einen offenen Austausch.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen