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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 14:28 Uhr

Boostedt : Ungebetener Besuch der NPD

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neonazi-Partei verteilte Flugblätter, Aktivisten boten gleich die Entsorgung an

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2014 | 07:45 Uhr

Auf dem Bürgersteig vor dem Kleinkaufhaus am Boostedter Dorfring hat die Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD) am Sonnabend von 10 Uhr bis 13 Uhr einen Stand aufgebaut und Flugblätter zum Thema Asylpolitik verteilt. Mitglieder des Vereins für Toleranz-und Zivilcourage (Verein Tolzi) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) standen direkt am Eingang des Kaufhauses und hielten Tüten mit der Aufschrift „Hier Nazi-Müll“ bereit, in denen die Bürger die Flugblätter gleich wieder entsorgen konnten.

„Einige Passanten haben sich das Material geben lassen und anschließend in unsere Tüte weggeworfen“, meinte Peter Matthiesen von Tolzi. Offenbar gesellten sich im Laufe des Vormittags auch noch einige Boostedter mit bedruckten Schildern zum Kaufhaus. „Boostedt ist bunt, nicht braun“ stand darauf.

Fünf Mitglieder der NPD hielten sich am und rund um den Stand auf. Vorsorglich hatte die Polizei in Boostedt ihr Personal verstärkt. Besondere Vorkommnisse hatte Polizeihauptmeister Andreas Lütt nach der Aktion allerdings nicht zu melden. Die Veranstaltung der Neonazi-Partei war angemeldet und vom Kreis Segeberg genehmigt worden.

Drei NPD-Mitglieder hielten sich am Stand auf, ein viertes sprach in dem Aktionszeitraum Passanten auf dem Parkplatz an und verteilte die Flugblätter. Hintergrund der NPD-Aktion dürfte die geplante Asylbewerberaufnahmestelle in der Rantzau-Kaserne sein. Hier sollen demnächst bis zu 500 Flüchtlinge untergebracht werden (der Courier berichtete).

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