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Kunstflecken : Ungarisches Jazz-Ensemble überzeugt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das A-cappella-Quintett Jazzation war in der Werkhalle an der Klosterstraße zu Gast. Spannendes Repertoire mit Stücken aus Ungarn und Taiwan.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2017 | 19:07 Uhr

Neumünster | Kurz vor Ende des Kunstfleckens hatte Festivalleiterin Johanna Göb noch ein Schmankerl in petto. Am Donnerstagabend spielte in der Reihe „A Cappella am Werk“ das ungarische A-cappella-Quintett Jazzation in der Werkhalle an der Klosterstraße auf. Und Johanna Göb war froh, die Formation für das Kulturfestival verpflichten zu können.

„Festivalmacher zu sein, ist ein toller Beruf. Ich bin eine Art Perlentaucher auf der Suche nach dem Besonderen“, sagte sie vor ausverkauftem Haus, rund 300 Besuchern. Es gebe zahlreiche großartige A-cappella-Bands. „Jedoch ähneln sich viele in ihrem Repertoire“, meinte sie weiter. Das ungarische Ensemble Jazzation – Georgina Kanisza (29), Attila Fábián (34), Katus Várallyay (32), Máté Homor (36) und Sára Bolyki (23) – schlägt mit Jazz- und Swing-Klassikern sowie ungarischer Volksmusik und anderem Liedgut in eine ganz andere musikalische Kerbe. „Wir nehmen euch mit auf einen Spaziergang durch die wunderschöne Stadt Budapest“, kündigte Máté Homor eine Hommage an die ungarische Hauptstadt als erstes Lied des Quintetts an. Instrumente brauchte es keine.

Die A-cappella-Sänger ersetzten den Einsatz von Instrumenten mit ihren einzigartigen Stimmen. Es folgten neu arrangierte Jazz-Klassiker unter anderem von Doris Day („Dream A Little Dream of Me“) oder Frank Sinatra („Fly Me To The Moon“). Auch Ungarn hatte eine Jazz-Ära, wie die Sänger verrieten. Sára, die Jüngste in der Gruppe, trug unterstützt von ihren musikalischen Kompagnons ein traditionelles ungarisches Volkslied vor, für das sie sich extra die Schuhe ausgezogen hatte. „So fühlt es sich authentischer an“, meinte sie. Dann kam noch mal etwas ganz Anderes. „Wir lieben es, Volkslieder aus anderen Ländern neu zu arrangieren“, verriet die Band. Vor zwei Jahren konzertierte sie in Taiwan. Dafür arrangierte Jazzation ein taiwanesisches Volkslied. Eine Anekdote über die Taiwanesen verriet Johanna Göb vorweg: „Sie sind begeisterte A-cappella-Fans. Aber der Beifall dort dauert nur zwei Sekunden.“ Das konnten die Neumünsteraner besser und spendeten der Band lange Applaus.

Der Kunstflecken geht an diesem Wochenende zu Ende mit einem Konzert der Kanadierin Alejandra Ribera (Sonnabend) und der American Blues Night mit Ruthie Foster (Sonntag). Beide Konzerte sind ausverkauft.

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