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Gericht : Unerlaubt von der Truppe entfernt: 600 Euro Geldstrafe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Weil er elf Tage nicht zum Dienst erschien, ohne sich in der Kaserne zu melden, feuerte die Bundeswehr einen Zeitsoldaten aus Flensburg und stellte Strafantrag.

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Die Wehrpflicht ist in Deutschland zwar ausgesetzt , wer sich als Bundeswehrangehöriger unerlaubt von seiner Einheit absetzt, muss aber nach wie vor auch mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

Diese Erfahrung machte jetzt ein junger Zeitsoldat aus Flensburg vor dem Amtsgericht an der Boostedter Straße. Der Mann war offenbar wegen einer privaten Krise nach dem Wochenende nicht wieder zum Dienst in der Boostedter Rantzau-Kaserne erschienen. Auch in den zehn Folgetagen blieb er seiner Einheit fern, ohne seine Dienststelle zu informieren. Die Bundeswehr hat den Mann unehrenhaft entlassen und erstattete Strafanzeige.

Der Flensburger verzichtete darauf, vor Gericht seine Sicht der Dinge zu schildern, er war zum Prozess nicht erst erschienen. Das Gericht erließ daher einen Strafbefehl über 600 Euro Geldbuße. Der Tagessatz von 10 Euro orientiert sich dabei am Hartz-IV-Niveau. Wegen seiner unehrenhaften Entlassung ist der ehemalige Zeitsoldat für den Bezug von Arbeitslosengeld für längere Zeit gesperrt.

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