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„Unendliche Geschichte“ oder „olle Kamellen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 04.Apr.2015 | 17:54 Uhr

Für Linken-Ratsherr Jonny Griese ist die Verträglichkeit der Holsten-Galerie eine „unendliche Geschichte“. „Ich ärgere mich über Antworten, die nicht gegeben werden und das in ziemlich arroganter Form“, sagte Griese mit Blick auf die Bürgerfragestunde.

Christian Busch von der Bürgerinitative Großflecken stellte dort kritische Fragen zur städtebaulichen Verträglichkeitsanalyse. Auch die Linke möchte die Gutachter Junker und Kruse noch einmal zu einer Stellungnahme im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss bitten. Griese: „Die Selbstverwaltung und die Bürger haben ein Recht zu erfahren, wer die Wahrheit sagt.“

Jörn Seib von der Fraktion Bündnis für Bürger/Piraten stieß ins gleiche Horn. „Heute steht das Einkaufszentrum im Rohbau, und der Oberbürgermeister ist nicht in der Lage, das Zustandekommen des Bauleitverfahrens zu erklären“, sagte Seib. Er sieht darin erhebliche Risiken für die Stadt. „Nicht sehen, nichts hören , nichts sagen – das ist keine verantwortliche Politik“, so Seib.

Für Grünen-Ratsherr Thomas Krampfer sind das alles dagegen inzwischen „olle Kamellen“, die ihm Lebenszeit stehlen. Krampfer: „Ich selbst habe vor zwei Jahren gegen den Standort im Sager-Viertel gestimmt. Die Sache ist jetzt erledigt.“

Dass der Einzelhandel am Großflecken bis zu 30 Prozent Umsatzanteile verlieren wird, sei klar. „Für Junker und Kruse ist das kein Problem. Bei Nortex schreien die Gutachter dagegen Zeter und Mordio“, sagte der Grünen-Politiker.

Bei der Abstimmung scheiterte der Antrag von Jonny Griese. Den 18 Stimmen von Sozialdemokraten, BFB/Piraten und Linkspartei standen 24 Stimmen von CDU, Grünen, FDP und NPD gegenüber.

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