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Umwelt-Verein fordert weniger Abgase aus der TEV

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Verein Umweltfreundliches Neumünster (UN) hat sich zur jüngsten Diskussion im Beirat der Müllverbrennung TEV geäußert und fordert die Stadt auf, „zum Schutz der Bevölkerung geeignete Maßnahmen zu ergreifen“. Das teilte der Vorsitzende Gerhart Walter gestern mit.

Der Beirat der TEV überwacht die Einhaltung der Grenzwerte. In dem Gremium gab es zuletzt Diskussionen, ausgelöst durch eine Forderung von Gerhard Gloe-Carstensen, die Anlage bei bestimmten, ungünstigen Wetterlagen zurückzufahren. Zuletzt hatten Anlieger im Januar über schlechte Luft und eine erhöhte Schadstoffbelastung durch die TEV geklagt (der Courier berichtete). Wärmere Luftschichten über einer kalten Schicht am Boden hätten wie eine Käseglocke gewirkt.

Der UN-Verein hatte bereits im Januar den Stadtpräsidenten aufgefordert, „das Limit von 5 Prozent noch deutlich zu unterschreiten“. Denn vor dem Start der TEV 2005 hatten sich die SWN mit der Bürgerinitiative auf strenge Grenzwerte unter den gesetzlichen Vorgaben auf max. 5 Prozent Schadstoffausstoß geeinigt. Mit einem Ratsbeschluss wurde die Vereinbarung auf max. 10 Prozent erhöht. Das stört den UN-Verein. Als Antwort kam ein Brief von der Stadt, der Verein möge einen von drei Prozent der Bürger unterzeichneten Antrag stellen, damit darüber in der Ratsversammlung entschieden werden könne, so Walter.

„Das wollen wir nicht erfüllen. Wir sind davon ausgegangen, dass der Stadtverwaltung das Wohlbefinden der Bürger am Herzen liegt“, schreibt Walter. Die 5-Prozent-Grenze sei bundesweit üblich für Müllverbrennungsanlagen in Wohngebieten. Walter: „In letzter Zeit häufen sich die negativen Abweichungen aufgrund stark veränderter Wetterlagen. Dem muss die Stadt Rechnung tragen.“

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erstellt am 01.Apr.2015 | 13:55 Uhr

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