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Boostedt : Umfrage: „Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Boostedt | Bettina Terno (49) arbeitet im notärztlichen Dienst und fragte am Rande der Einwohnerversammlung, wie lange Boostedt den Kraftakt noch bewältigen kann: „Meine Sorge ist es, dass wir an die Grenze kommen. Nicht nur die Ehrenamtler, auch die Polizei ist entkräftet.“ Sie bedauerte aber auch, dass man die Flüchtlinge nicht kennt: „Man weiß gar nichts von den anderen, das ist schade. Von dem Flüchtlingscafé wusste ich noch gar nichts, das ist aber eine gute Idee.“

Einen sachlichen Blick auf die neue Situation in Boostedt hatte der Soldat Nino Sirlin. „Keiner ist von seiner Nationalität her kriminell. Und auch persönlich habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber man hört vieles. Integration ist der entscheidende Schritt, und die fängt in der Kita an“, sagte der Familienvater. Er äußerte aber auch seine Bedenken an der Umsetzbarkeit.

Birgit Schultz (52) ist Qualitätsbeauftragte im Pflegedienst und auch sie beschäftigte die Frage nach der Integration: „Wie kriegen wir die Menschen in unser Leben hinein?“ Sie fühle sich zwar durch die völlig neue Situation verunsichert, erklärt aber auch: „Negatives habe ich noch nicht erlebt. Ich treffe viele Familien, die freundlich grüßen. Ich hoffe, das bleibt so.“ 


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