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Boostedt : Übungsplatz und Schießanlage bleiben

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Auch nach der Schließung der Kaserne sollen die Anlagen von Soldaten aus Norddeutschland genutzt werden

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 07:47 Uhr

Boostedt | Was Bürgermeister Rüdiger Steffensen (CDU) bekannt gab, wurde jetzt auch von der Kommandantur der Rantzau-Kaserne bestätigt: Der Truppenübungsplatz und die Schießanlage in Boostedt bleiben auch zukünftig im Betrieb der Bundeswehr.

"Man hat alle Schieß- und Truppenübungsplätze auf den Prüfstand gestellt. Die Boostedter Anlagen bleiben demnach für die nächste Zukunft erhalten", erklärte Stabsfeldwebel Jörg Engelmann zum aktuellen Erlass aus dem Verteidigungsministerium.

Zurzeit wird der jetzt schon moderne Schießstand noch einmal mit einer Investition in Höhe von 1,1 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht. "Damit haben wir dann die beste Anlage in Schleswig-Holstein, wenn nicht bundesweit", erläuterte der Kommandeur weiter.

Für die Weiterbewirtschaftung der Boostedter Anlagen durch die Bundeswehr sprechen vor allen Dingen laut Engelmann die zentrale Lage und die gute Ausstattung. Schon jetzt nutzen viele Verbände aus dem ganzen Land, darunter Eutin, Plön und Husum, aber auch das Landeskommando aus Hamburg das Gelände für ihre Übungen. Und das wird nun auch nach der Schließung der Kaserne, Ende 2016, so bleiben. "Es kommen aber auch Soldaten zum Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern hierher zum Biwaken (Lagern im Freien). Die nutzen dann auch oft die Schießanlage", wusste Engelmann außerdem zu berichten.

Ein positives Signal ist der Bestand auch für die rund 20 zivilen Beschäftigten in der Leitungszentrale, die für den guten Zustand des Übungsgeländes und der Schießanlage sorgen. Die Vermarktung der übrigen Gebäudekomplexe liegt nach Abzug der Soldaten allein in den Händen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

Die Nutzung des Geländes wird jedoch durch die von der Gemeinde zu erstellenden Flächennutzungs- und Bebauungspläne mit bestimmt. Gemeindevertreter und interessierte Bürger machen sich im eigens dafür gebildeten Arbeitskreis bereits intensiv Gedanken über die Zukunft. "Wir müssen am Thema der Nachnutzung aktiv dran bleiben", sagte dazu Boostedts Noch-Bürgermeisters Steffensen. Er wird nicht wieder zur Wahl stehen.

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