Boostedt : Übung: Feuer in der Flüchtlingsunterkunft

Bei der gemeinsamen Übung der Freiwilligen Wehren aus Boostedt, Braak und Latendorf auf dem Truppenübungsplatz in Boostedt waren besonders die Atemschutzträger gefordert.
Bei der gemeinsamen Übung der Freiwilligen Wehren aus Boostedt, Braak und Latendorf auf dem Truppenübungsplatz in Boostedt waren besonders die Atemschutzträger gefordert.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Boostedt, Latendorf und Braak probten erfolgreich den Erstfall.

shz.de von
08. April 2016, 09:15 Uhr

Boostedt | Gegen 19.14 Uhr heulten am Mittwochabend die Sirenen und schreckten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Boostedt, Latendorf und Braak im Feierabend auf. Was von ihnen noch keiner wusste: Es handelte sich um eine groß angelegte Übung am Gebäude F  9 (dem sogenannten Brandhaus) auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes in Boostedt.

Mit dem Alarmstichwort „Feuer Flüchtlingsunterkunft“, mit dem ein Vollbrand im Dachstuhl sowie zwei vermisste Personen gemeldet wurden, trafen nach wenigen Minuten rund 60 Einsatzkräfte am Ort des Geschehens ein. Dort war ein sehr realistisches Szenario vorbereitet worden: Es brannte tatsächlich vor und in dem Haus. Besonders gefordert waren an diesem Abend die Atemschutzträger, die sich durch den Kellereingang Zugang in das recht verrauchte Gebäude verschaffen mussten, um die „Vermissten“ zu bergen. „Eine Person befand sich im Eingangsbereich des Kellers unter einem Schrank. Zu sehen war hier für die Kräfte nur eine Hand. Eine weitere Person musste auf dem Dachboden des sehr verwinkelt gebauten, Hauses lokalisiert werden. Zudem lief dort laute Musik, um die Situation noch realistischer wirken zu lassen“, erläuterte Einsatzleiter Tobias Rohweder, stellvertretender Wehrführer in Boostedt, den Aufbau der Übung.

Die Kameraden aus Braak und Latendorf mussten zudem 680 Meter Schläuche für die Brandbekämpfung verlegen. Hier sorgte eine kaputte Pumpe zunächst für eine kleine Verzögerung. Doch letztlich zeigte sich Rohweder mit dem Ablauf der knapp zweistündigen Übung zufrieden.

„Es war wirklich ein gelungener Einsatz mit großer Beteiligung. Die beiden Personen wurden gefunden und konnten medizinisch versorgt werden. Kein Kamerad wurde verletzt. Und die Übung zeigte einmal mehr, dass wir sehr gut zusammenarbeiten“, lautete sein Fazit anschließend.

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