Jugendgericht Neumünster : Übergriffe am Olympiastützpunkt – Beide Verfahren eingestellt

<p>Der Olympiastützpunkt im Hamburger Stadtteil Dulsberg.</p>

Der Olympiastützpunkt im Hamburger Stadtteil Dulsberg.

Ein Neumünsteraner soll Mitschüler gequält haben. Das Gericht setzt auf einen Lern- und Erziehungseffekt.

shz.de von
01. März 2018, 19:02 Uhr

Hamburg/Kiel | Das Verfahren gegen einen ehemaligen Internatsschüler des Olympia-Stützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein vor dem Jugendgericht Neumünster ist eingestellt worden. Ein entsprechender Bericht des „Deutschlandfunks“ wurde am Donnerstag von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Kiel bestätigt. „Nach Auffassung des Gerichts war eine Ermahnung ausreichend, da der Angeklagte sich einsichtig gezeigt hat und mit den Folgen der Tat außergerichtlich schon genug bestraft ist“, zitierte der Radiosender den Sprecher der Staatsanwaltschaft, Axel Bieler.

Gegen den damals 19 Jahre alten Internatsschüler war im Dezember 2016 Anklage wegen Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung eines jugendlichen Nachwuchsleistungssportlers, den er offenbar unter anderem in einem Karton eingesperrt hatte, erhoben worden. Die Vorwürfe sah das Gericht laut Bieler als erwiesen an. Allerdings sei auf einen Lern- und Erziehungseffekt bei dem ehemaligen Angeklagten gesetzt und auf härte Maßnahmen verzichtet worden.

Aus ähnlichen Gründen ist auch das Verfahren gegen einem damals 18 Jahre alten Mittäter nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Lübeck eingestellt worden. Eine Anklageerhebung sei „erzieherisch nicht erforderlich“ gewesen, sagte Staatsanwaltssprecherin Ulla Hingst der Deutschen Presse-Agentur.

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