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Über 20 Jahre halten Schüler und Lehrer den Kontakt in die USA

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Was meinen Sie, wollen wir nicht einen Austausch mit Amerika machen?“ Was der damalige Leiter der Walther-Lehmkuhl-Schule, Peter Sass, vor über 20 Jahren als Idee an seinen Kollegen Detlev Rogge herantrug, ist bis heute zu einer engen transatlantischen Freundschaft zwischen dem Berufsbildungszentrum aus Neumünster und der Scappoose High-School aus Oregon herangewachsen. Am Freitag feierten Deutsche und Amerikaner das 20-jährige Bestehen ihres gegenseitigen interkulturellen Austausches im Rahmen des „German-American-Partnership Program“ (GAPP) mit einem offiziellen Jubiläum in der Mehrzweckhalle der Walther-Lehmkuhl-Schule.

„Seit dem ersten Austausch im Herbst 1995 fahren jedes Jahr etwa zehn Walther-Lehmkuhl-Schüler für drei Wochen in die USA und nehmen im Gegenzug High-School Schüler aus Scappoose bei sich auf“, berichtete Initiator Peter Sass. „Während der gesamten Zeit ist kein Jahr vergangen, in dem es nicht zu einem gegenseitigen interkulturellen Austausch kam. Soweit ich weiß, sind wir im GAPP-Programm deutschlandweit die einzige Schule, die den Kontakt zu ihrer amerikanischen Partnerschule nie unterbrochen hat“, erzählte Sass sichtlich stolz, um gleich darauf auf das große Engagement von Eltern, Lehrern und Ausbildern hinzuweisen: „Ohne die Lehrherren, die ihre Auszubildenden für drei Wochen freistellen, ohne die Eltern, die amerikanische Schüler in ihren Familien willkommen heißen, und nicht zuletzt ohne die Lehrkräfte, die ihre Zöglinge Jahr für Jahr begleiten, wäre so ein Austausch gar nicht möglich“, bekräftigte der pensionierte Schulleiter.

Die Offenheit Detlev Rogges gegenüber allem Unbekannten sei in den Anfängen der Partnerschaft ein Glücksfall gewesen, und so wie es aussehe, stünden ihm seine beiden Nachfolger, Peter Eggers und Kristiane Theilen-Schindler in Sachen Völkerverständigung in nichts nach, meinte Sass und deutete auf Eggers und Theilen-Schindler, die sich angeregt mit Carol Herscovitz und Karl Atkins unterhielten.

Die beiden Lehrer aus Scappoose sind gerade mit ihren Schülern zu Gast in Neumünster. Auch sie engagieren sich seit Jahren für die deutsch-amerikanische Verständigung. „Kristiane is one of my best friends“, strahlte Carol Herscovitz. Dreimal habe Kristiane sie bereits privat in den USA besucht. Auch ihre Ehemänner und die Kinder hätten inzwischen Freundschaft geschlossen, berichtete Herscovitz. Bei so viel Offenheit auf Seiten der Lehrer wundert es nicht, dass auch die Schüler schnell Freundschaften schließen. Eigens zur Jubiläumsfeier gründeten sie eine Band. Zum Auftakt des Festaktes begeisterten vier Deutsche und eine Amerikanerin die Gäste mit Livemusik.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 12:10 Uhr

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