Theodor-Litt-Schule : Typisierung war ein großer Erfolg

Michas Schwester Hanna (links), seine Mutter Gesa und seine zweite Schwester Gesa freuten sich sehr über die Hilfe und Unterstützung, obwohl für ihren Sohn und Bruder bereits ein Spender gefunden worden war.
Michas Schwester Hanna (links), seine Mutter Gesa und seine zweite Schwester Gesa freuten sich sehr über die Hilfe und Unterstützung, obwohl für ihren Sohn und Bruder bereits ein Spender gefunden worden war.

Über 200 mögliche Stammzellenspender registrierten sich in der Theodor-Litt-Schule.

shz.de von
09. November 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Ein großer Erfolg war am Sonnabend die ursprünglich für den an Blutkrebs erkrankten Michael Brandt organisierte Typisierungsaktion in der Theodor-Litt-Schule. Über 200 möglich Stammzellenspender ließen sich registrieren.

Bereits kurz vor der von der Familie und der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) organisierten Typisierungsaktion hatten sich gleich mehrere passende Spender für Micha, wie ihn seine Freunde und Familie nennen, gefunden (der Courier berichtete). „Wir waren so erleichtert, als die gute Nachricht kam“, sagte Michaels Mutter am Sonnabend. „Vielleicht retten sie das Leben eines anderen Menschen“, freuten sich Michas Mutter und seine Schwestern Hanna und Gesa.

„Ich hatte erst Bedenken“, sagte Mediengestalter Marco Ladewig (30), nachdem seine Partnerin Catharina Haberland (26) den Aufruf im Internet gesehen hatte und spontan mitmachen wollte. „Die Idee, vielleicht einmal als Spender ein Leben retten zu können“, wog allerdings schwerer und auch die Aufklärung der DKMS half, die Fragen zu beantworten, sagte das Paar bei der Registrierung. Ähnlich ging es Daniela (41) und Marco (45) Pareigis aus Stolpe. „Wir hatten schon lange mit dem Gedanken gespielt, beim Blutspenden oder ähnlichen Aktionen, wie heute für die Knochenmarkspenderdatei, einfach mitzumachen und zu helfen“, sagte das Paar. „So viele haben geholfen und auch die Aktion mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Darüber freuen wir uns riesig“, dankten Michas Familie und Freunde.

Für Michael Brandt selbst steht der weitere Fahrplan nun fest. Ende November kommt der 26-Jährige ins Dr. Mildred-Scheel-Haus des Kieler Uniklinikums. Dann folgt vor der Transplantation der Stammzellen noch einmal eine große Chemotherapie.


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