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Wochenmarkt : Typisch Holsteiner Essen ist beliebt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf dem Markt verkaufen die Händler nicht nur Obst und Gemüse: Viele Kunden fragen nach Rezepten und besonderen Variationen

Obst und Gemüse aus neuer Ernte waren gestern auf dem Wochenmarkt ein Top-Thema: Es herrschte reges Treiben trotz der Ferien, und die Händler hatten gut zu tun. „Zurzeit haben wir die herzhaften, leicht säuerlichen Apfelsorten Elstar und Delbar, aber auch den süßen Apfel Royal Dala aus Italien im Angebot“, sagt beispielsweise Händler Vural Caliskan. Seine Tochter Selin (17) mag Äpfel am liebsten als Kuchen, „mit Streuseln obendrauf“, sagt sie lächelnd.

Saisonales Gemüse wird gerne genommen wie beispielsweise Bohnen, sagt Händler Klaus Wischniewski aus Groß Kummerfeld. Dabei wird nicht nur verkauft, sondern auch manches Rezept ausgetauscht, bestätigen er und seine Frau Britta. „Beliebt sind typisch holsteinische Gerichte wie Birnen, Bohnen und Speck. Aber auch dicke Rippe oder Kasselerbauch mit Kartoffeln und Bohnen sind sehr lecker. Bohnenkraut nicht vergessen und mit Salz und Pfeffer abschmecken“, ist ihr kulinarischer Tipp.

Wie man Annabelle, Leyla, Belana und Linda am leckersten zubereitet, dafür hat Silke Greve aus Büdelsdorf jede Menge Variationen parat. „Bei mir und meinem Mann Jens kommen viel Kartoffeln auf den Tisch. Ich mag am liebsten Gratin, er Bratkartoffeln“, verrät sie. Den Kunden empfiehlt sie beispielsweise gefüllte Kartoffeln: „Kochen, aushöhlen, mit Speck und Zwiebeln anbraten, herzhaften Käse und Mett hinein und im Ofen überbacken.“ Auch nach Kartoffelsuppe, Rosmarinkartoffeln oder Bouillonkartoffeln („in einer kräftigen Brühe mit Möhren, Sellerie, Lauch und Petersilie kochen und Speck auslassen“) werde sie häufig gefragt. Ein weiterer Tipp sind Speckkartoffeln: „Kleine Kartoffeln mit Speck umwickeln und als Spieß auf den Grill.“ Kartoffeln sind gesund – keine Frage. Aber sie lindern auch Beschwerden, weiß Silke Greve: „Wer Magenprobleme hat, sollte Kartoffeln und Möhren zusammen kochen und davon drei Mahlzeiten am Tag essen.“ Um die Gefäße zu reinigen, sollte man mehlige Kartoffeln schälen, sie über Nacht in ein Glas Wasser tun und den Kartoffelsaft trinken. Silke Greve: „Es hilft – auch wenn die Ärzte nicht wissen, warum.“

Neue Ernte gibt es auch bei einem Gemüse, das recht unscheinbar am Stand des Hof Poyenberg liegt: Rote Beete. Kundin Anke Albrechtsen (56) aus Neumünster isst die Knolle gerne: „Sowohl roh geraspelt als auch in einer Suppe, in die ich auch anderes Gemüse reingebe. Rote Beete schmeckt aber auch mit einer Sauren-Sahne-Soße oder mit Essig und Öl lecker.“ Biobauer Holger Lietsch kennt eine weitere Variante: „Die Rote Beete würfeln, mit Zwiebeln anbraten und dünsten. Beim Anrichten dann noch einen Esslöffel Honig darüber geben.“ Auf dem Wochenmarkt schlummern also noch jede Menge interessanter Anregungen...

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