zur Navigation springen

Schlaglöcher : Tungendorfs Straßen zerbröseln

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat wies auf mögliche Anliegerbeiträge bei Sanierungen hin. Thema soll in Extra-Sitzung erneut auf die Tagesordnung

von
erstellt am 04.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der Winter war mild, dennoch gleichen viele Straßen in Tungendorf Schlaglochpisten. „Viele Straßen sind kaputt. Das geht so weit, dass einem die Asphaltbrocken um die Ohren fliegen“, sagte Stadtteilvorsteher Jürgen Böckenhauer auf der Beiratssitzung am Mittwoch im Volkshaus. Er empfahl den etwa 40 Zuhörern, einen Blick in die Unterlagen des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses zu werfen.

Der Bauausschuss tagt am Donnerstag, 10. März, um 17.30 Uhr im Rathaus (Raum 2.5) und gibt auch einen Überblick über Planungen und Baumaßnahmen im Tiefbau. Neben Fahrbahnsanierungen an Kreisstraßen wie dem Tasdorfer Weg und dem Norder- und Süderdorfkamp enthält die Auflistung auch etliche Tungendorfer Wohnstraßen, deren Sanierung für den Haushalt 2017/18 angemeldet werden soll. Dort müssten die Anlieger mit einer Beitragspflicht rechnen, also für den Ausbau mitbezahlen.

Jürgen Böckenhauer nannte neben dem Wookerkamp auch den Eichenplatz, den Veilchenweg, den Geranienweg, die Rotdornallee, den Oberjörn sowie auch die Kieler Straße vom Stoverweg bis zur Einfelder Schanze. Beim Veilchenweg halte die Stadt eine reine Deckensanierung aufgrund der Schäden nicht für ausreichend, sagte Böckenhauer und betonte: „Es ist offen, was mit der bisherigen Parkfläche für die Kirche passieren soll.“ Am Wookerkamp solle der Kanal und die Straße saniert werden. Böckenhauer: „Laut Aussage von Tiefbau-Amtschef Schnittker ist die Straße schlicht alt. Viele Bürger halten dagegen den schweren Busverkehr für die Ursache der Straßenschäden.“

Mögliche Straßenbaubeiträge der Anwohner sind derzeit ein heißes Eisen. Auch in Tungendorf ist das ein Aufregerthema, obwohl noch keine einzige Baumaßnahme beschlossen ist. „Dass wir das bezahlen sollen, geht gar nicht. Wir haben die Straße schon bezahlt“, sagte ein Anlieger aus dem Wookerkamp.

„Ich stehe da zwischen Baum und Borke“, bekannte Jürgen Böckenhauer. Einerseits wolle er natürlich, dass die Straßenschäden beseitigt werden, sehe aber auch kritisch die Kostenbeteiligung der Bürger. „Wie wir als Stadtteilbeirat damit umgehen sollen, kann ich noch nicht sagen“, sagte Böckenhauer und kündigte eine Extra-Sitzung zum Thema an. Der Stadtteilbeirat habe vor allem für Transparenz zu sorgen.

Dieses Stichwort griff Ute Spieler, die Fachdienstleiterin der Stadtplanung, gerne auf. Bei der Stadt werde zurzeit ein Faltblatt erstellt, sagte Ute Spieler. Darin sollen die Bürger informiert werden, welche Baumaßnahmen nach dem Kommunalabgabengesetz beitragspflichtig sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen