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24. Oktober 2017 | 06:31 Uhr

Tungendorf stürmt gleich an die Spitze

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Fußball-Kreisliga: Vier Platzverweise und 39 Tore in den ersten sieben Saisonpartien 2013/14 / Wasbek hat im Eröffnungsspiel keine Chance

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Zum Start der Fußball-Kreisliga Neumünster hat der hoch gehandelte SV Tungendorf ein gewaltiges Ausrufezeichen gesetzt. Die Elf von Trainer Torsten Sötje schoss im Eröffnungsspiel am heimischen Süderdorfkamp den SV Wasbek mit 11:0 vom Horst-Neidahl-Platz und setzte sich damit an die Tabellenspitze. Der erste Eindruck zeigt, dass die Offiziellen der hiesigen Beletage durchaus Recht behalten könnten. Für diese ist der SVT nämlich der Topfavorit auf die Meisterschaft und damit verbunden den Aufstieg in die Verbandsliga Süd-West. Die Blau-Weiß-Roten erhielten ganze 14 Nennungen als Titelkandidat. Nur vom SV Boostedt und dem SVT selbst gab es keine Stimme für die Sötje-Truppe. Die weiteren Favoriten sind die SG Padenstedt (elf Nennungen) und der VfR Neumünster II (neun). Der SV Boostedt erhielt zwei Stimmen sowie Türkspor und der PSV II jeweils eine.

Padenstedt mühte sich zum Auftakt im Übrigen zu einem 2:1-Arbeitssieg in Aukrug, während der VfR II in doppelter Unterzahl nicht über ein torloses Remis beim SV Bönebüttel-Husberg hinauskam. Verlegt wurde die Partie Torpedo gegen Türkspor, die am 21. August um 18.30 Uhr nachgeholt werden wird.

Tungendorf - Wasbek 11:0 (7:0)SV Tungendorf: Waldeck - Kollecker, Schlotfeldt, A. Stölting, Möller, C. Stölting, Czekay (60. Christ), Feigel (75. S.-S. Künstler), J.-J. Künstler, Beck, Nupnau (50. Voss).

SV Wasbek: M. Rüdiger - Dahmke, Döring, P. Rüdiger, Braker (63. Gill), Lehnert, Packhäuser, Schümann, Krawtzow (26. Philipp), Wollny, Woldt (34. Sopjani).

SR: Daniel (Gut Heil). - Zuschauer: 250. - Tore: 1:0 Czekay (6.), 2:0 Czekay (11.), 3:0 Nupnau (14.), 4:0 Möller (18.), 5:0 Nupnau (21.), 6:0 Czekay (32.), 7:0 Möller (34.), 8:0 Czekay (48.), 9:0 J.-J. Künstler (50., Foulelfmeter), 10:0 Czekay (55.), 11:0 S.-S.- Künstler (76.).

Der SVT wurde seinen vielen Vorschusslorbeeren am Ende mehr als gerecht und untermauerte seine Ambitionen auf den Meistertitel eindrucksvoll. Zunächst sorgten jedoch ein Freundschaftsspiel der E-Jugendmannschaften des SVT und des SV Wasbek sowie 16 auflaufende Kinder mit den Trikots aller Neumünsteraner Kreisligisten für das Vorprogramm. Unter den 250 erschienenen Beobachtern befanden sich zahlreiche Spieler, Trainer und Funktionäre der anderen Kreisligateams von der Schwale. Mit dem Anpfiff von Referee Dennis Daniel gab Tungendorf Gas. "Wir haben gleich voll losgelegt. Schon die ersten Angriffe saßen, passten sogar perfekt", war SVT-Trainer Torsten Sötje rundum zufrieden und konnte sich bereits nach 20 Minuten über eine klare 5:0-Führung freuen. Der gastierende SVW war hingegen absolut überfordert und kam in der Offensive überhaupt nicht zum Zug, weshalb sich eine durchweg einseitige Begegnung entwickelte, die Tungendorf auch in der Höhe verdient gewann.

Aukrug - Padenstedt 1:2 (1:1)TSV Aukrug: Schmuck - Erfurt (80. Braun), Muhlack, Michalke, Tietz, H. Althaus (86. Müller), F. Jacobs, C. Jacobs, Bringmann, Baltruschat, Rickert.

SG Padenstedt: Stichert - Scheider, Anlauf, Burow, Stöckhardt, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Callsen (46. C. Wilk), Hartwich (74. Voels), Rückert.

SR: Brandt (Wasbek). - Zuschauer: 40. - Tore: 1:0 F. Jacobs (7.), 1:1 Breiholz (33.), 1:2 Rückert (53., Foulelfmeter).

Am Ende spiegelte das Resultat für Aukrugs Spielertrainer Klaus Tietz auch das Gesehene wider: "Das Ergebnis geht in Ordnung. Padenstedt hatte ein leichtes Übergewicht, aber wir haben die Partie offen gestaltet." Dabei hätte die Begegnung wohl auch anders verlaufen können, wenn Christian Jacobs nach einer guten Viertelstunde eine Großchance zum 2:0 verwertet hätte. Damit wäre der Plan vom TSV-Trainerduo Sebastian Althaus/Klaus Tietz vollends aufgegangen, hatten diese sich doch im Vorfeld überlegt, die SGP anfangs einfach zu überrollen.

Gadeland II - Boostedt 1:2 (0:1)TSV Gadeland II: Müller - Slotosz, Dose (75. Lembcke), Kullick, Schulz, Neumann (54. Knust), Lututala, Teegen, Schlüter, Zibell, Wegener (75. Lenz).

SV Boostedt: Schröder - Kairies, Krämer, Lienhöft, Plath, Schramm (83. Wziontek), Wehde (83. Tabert), Junkuhn, D. Fanasch, T. Fanasch, Bohnhoff.

SR: Kurnaz (Torpedo). - Zuschauer: 65. - Tore: 0:1 Krämer (31.), 1:1 Zibell (51., Foulelfmeter), 1:2 Schramm (79.).

"Wir hätten das Ding in der ersten Halbzeit klarmachen müssen", war Gadelands Coach Björn Sehm ein wenig enttäuscht, dass für seine "Kleeblätter" am Ende - trotz zahlreicher Möglichkeiten bereits in den ersten 45 Minuten - nichts Zählbares herauskam. Als besonders ärgerlich bezeichnete es Sehm, dass seinem Team das 2:1 durch Christoph Schlüter verwehrt wurde, weil dieser im Abseits gewesen sein soll (59.). "Dabei stand neben dem Keeper noch ein Verteidiger auf der Torlinie. Auch die Boostedter haben nicht verstanden, dass der Treffer nicht gegeben wurde", berichtete Sehm, der von der Leistung seiner Mannschaft "begeistert" war und eine Punkteteilung als gerecht empfunden hätte.

SV Bönebüttel-Husberg - VfR II 0:0SV Bönebüttel-Husberg: Cakar - Heinrich, Jeske, Buhrmester, von Ahrentschildt, Dittmer (65. Ger ken, 75. T. Witt), Kröger, Herbers (87. Hasanovic), Golland, Stoffers, Luth.

VfR II: Westphal - Beckmann, Seb. Fuhrmann, Dumitrica (55. Amoako), Akcicek, Gülbay, Yilmaz, J. Fuhrmann, Kilic, Wahl, Si. Fuhrmann (55. Visan).

SR: Sternberg (Wasbek). - Zuschauer: 80. - Tore: Fehlanzeige. - Gelb-Rote Karten: Wahl (44., Unsportlichkeit), Akcicek (beide VfR II/75., wiederholtes Foulspiel). - Bes. Vork.: Fünfminütige Unterbrechung nach einer Verletzung des Husberger Spielers Gerken (70.); VfR II-Trainer Hinrichsen wird des Innenraumes verwiesen (81.).

Nach anfänglichem Abtasten entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Nachdem Gästeakteur Stephan Wahl wegen Meckerns mit der Gelb-Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt worden war (44.), stellte Husbergs Coach Andreas Evers sein Team offensiver ein. Nun wurden seine "Blauen" spielbestimmend und konnten einen Chancenüberschuss vorweisen. "Aber wir waren leider nicht clever genug, um die Überzahl richtig auszunutzen", wartete Evers vergeblich auf das Tor des Tages. Torsten Peetz aus dem Management der Gäste lobte die Husberger: "Sie waren stark und werden in dieser Saison einigen Teams das Leben richtig schwer machen."

PSV II - SV Bokhorst 5:2 (2:1)PSV II: M. Schulz - Adrian, Haut (70. Sachau), F. Schenzer, T. Valentin, Rehder (75. Zielinski), Rantzsch, Ulrich, Topcu, Seipt (65. Will), P. Schenzer.

SV Bokhorst: Butenschön - Gressmann, Stange, Wittwer (55. Schmohl), Danker (75. Fisse), Ryll, Schliebitz, Quatfasel, L. Ingwersen, Steinkamp, Möbius.

SR: Tural (Einfeld). - Zuschauer: 30. - Tore: 0:1 Möbius (1.), 1:1 Topcu (33.), 2:1 Topcu (34.), 3:1 Rantzsch (62.), 3:2 Schmohl (72.), 4:2 Rantzsch (75.), 5:2 Rantzsch (90.). - Gelb-Rote Karte: Topcu (PSV II/90., Unsportlichkeit).

Obwohl sich PSV II-Übungsleiter Kay Valentin nach dem rasanten 0:1-Rückstand durch Bokhorsts Jan Möbius (1.) schon im falschen Film sah, war er Zeuge einer Partie, "die wir nur gewinnen konnten und die wir eigentlich hätten höher gewinnen müssen" (O-Ton). Denn für ihn trat Bokhorst in der Offensive "erschreckend schwach" auf und machten auch nach dem Doppelschlag des "Polizisten" Mert Topcu (33./34.) keinerlei Anstalten, das Spiel noch einmal zu drehen.

TS Einfeld II - SC Gut Heil 2:6 (0:2)TS Einfeld II: Haertel - Günther (34. Tomaschews ki), Gerken, D. Tegge, K. Tegge, Hinz, Hnida (46. Peters), Hoeck, Jörs, M. Milbradt, Reinecke (76. Krause).

SC Gut Heil: Reimer - Rüschmann, Matthes, Ergel, Babiak, G. Xhemajli, Szyszkowski (76. Tosyali), Brettschneider, Hyseni (69. Idrizi), Beha (81. A. Xhemajli), S. Bara.

SR: Brauer (Boostedt). - Zuschauer: 45. - Tore: 0:1 Hyseni (5., Foulelfmeter), 0:2 Hyseni (27.), 1:2 Hoeck (52., Foulelfmeter), 1:3 Beha (62.), 2:3 Hinz (71.), 2:4 Idrizi (75.), 2:5 Brettschneider (79.), 2:6 G. Xhemajli (90./+1). - Rote Karte: S. Bara (Gut Heil/39., Tätlichkeit).

Weil er eine schlagkräftige Truppe mit sechs Ligaspielern auf den Platz bringen konnte, hatte sich Einfeld II-Coach "Hansi" Neelsen eigentlich mehr ausgerechnet. Doch Gut Heil trat clever auf, wartete auf Ballverluste der Einfelder Reserve und konterte immer wieder erfolgreich. "Wir hatten auch gute Torchancen, haben diese aber nicht genutzt und uns doofe Gegentore eingefangen", berichtete Neelsen, nach dessen Meinung das dritte und das sechste Gut Heil-Tor jeweils aus klarer Abseitsposition fielen.

Nortorf II - Ruthenberg 2:5 (1:3)TuS Nortorf II: Spilker - Schwartz, Grimm (70. Ewers), Dähn, von Rüschen (46. Lang), Pisani, Reimers, Hülsen, Hoffmann (24. Jenert), Nitsch, Seefeldt.

Ruthenberger SV: Denis - Acar (62. Clement), Schilling, Pfeifer, Bröcker, Schramm (85. Heine), Fischer, Brunst, Rall, Sienknecht, Maier.

SR: Ehlers (Boostedt). - Zuschauer: 20. - Tore: 0:1 Rall (15.), 1:1 Reimers (17.), 1:2 Schramm (41.), 1:3 Sienknecht (44.), 2:3 Reimers (55.), 2:4 Rall (78.), 2:5 Fischer (80.).

Obwohl sich Aufsteiger Nortorf II anfangs schwer tat, mit dem Tempo der Ruthenberger Schritt zu halten, ergab sich für die Blau-Weiß-Roten die erste Großchance, die Lars Hülsen ausließ (7.). Das 0:1 fiel aber durch Dieter Rall auf der Gegenseite (15.). Spätestens mit dem schnellen Ausgleich durch Nils Reimers (18.) konnte sich Nortorf II freischwimmen und war nun optisch überlegen. Doch dann wurde die Verbandsligareserve aus der Bahn geworfen, als sich TuS-Kapitän Nils Hoffmann nach einer rüden Attacke an der Seitenlinie auf den Weg ins Krankenhaus machen musste. "Das war für mich die spielentscheidende Szene. Danach waren alle geschockt", sagte Nortorfs Übungsleiter Thorben Schulz, der mitansehen musste, wie die Pleite seinen Lauf nahm, aber seiner Meinung nach "um zwei Tore zu hoch" ausfiel.

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