Neumünster : Tungendorf bekommt den Kreisel

Die Grafik zeigt den geplanten Kreisverkehr und den von Bäumen eingefassten Helmut-Loose-Platz mit den Ständen der Markthändler am Wochenmarkt-Freitag. Die Parkplätze sind neu angeordnet. Ganz rechts ist der Edeka-Markt.
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Die Grafik zeigt den geplanten Kreisverkehr und den von Bäumen eingefassten Helmut-Loose-Platz mit den Ständen der Markthändler am Wochenmarkt-Freitag. Die Parkplätze sind neu angeordnet. Ganz rechts ist der Edeka-Markt.

Umgestaltung der Straßen und des Helmut-Loose-Platzes kostet etwa 1,9 Millionen Euro. Stadtteilbeirat begrüßt die Planung.

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26. Januar 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Seit 13 Jahren gibt es Überlegungen, Tungendorfs Stadtteilzentrum rund um den Helmut-Loose-Platz schöner zu gestalten und gleichzeitig eine neuralgische Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu entschärfen. 2019/2020 könnte es soweit sein: Die am Mittwoch im Rathaus präsentierten Pläne fanden ein einhelliges Lob beim Stadtteilbeirat und den 35 Bürgern im Publikum.

Christoph Krüger vom Verkehrsplanungsbüro WVK sowie Heiner Feilke und Bernd Heilmann aus der Verwaltung stellten die Pläne vor. Auf diese hatten sich die politischen Ausschüsse und der Stadtteilbeirat im Vorentwurf schon 2013 verständigt und nun sind darin auch die weiteren Anregungen eingearbeitet. Zentraler Aspekt der Verkehrsführung ist ein Kreisverkehr, der die bisherige Kreuzung mit Rechts-vor-Links-Regelung ersetzen soll. Die Straße im Kreisel ist acht Meter breit, ein gepflasterter Innenring soll nur von größeren Fahrzeugen befahren werden dürfen. Vier Zebrastreifen, drei davon mit Fahrbahnteilern, sollen Fußgängern das Überqueren der Straße erleichtern. Radfahrer sollen auf der Straße fahren und an der Wilhelminenstraße einen Radschutzstreifen erhalten.

Die Baukosten für die Straßenumbauten schätzte Ingenieur Krüger auf 880 000 Euro, die Bauzeit auf sechs Monate. Heiner Feilke von der Grünflächenabteilung der Stadt sprach von einer „Entzerrung des Verkehrs“ auch durch zusätzliche Parkflächen und einem deutlichen „Qualitätssprung“. Die vor kurzem auf zwei Stunden begrenzte Parkdauer soll nach der Umgestaltung beibehalten werden.

Heilmann: „Der Helmut-Loose-Platz soll wieder Platz werden, nicht Parkplatz, eingefasst durch eine Sitzmauer und Bäume.“ Die großen Trauerbuchen müssten allerdings für die Neugestaltung geopfert werden. Das sei mit der Naturschutzbehörde abgestimmt, es gebe einen Ausgleich, so Feilke. „Idee ist, einen grünen und blühenden Helmut-Loose-Platz zu schaffen.“

Ein wesentliches Ziel der Planung sei, den Marktplatz-Charakter und den Wochenmarkt zu erhalten, der mit dem Edeka-Markt gut kooperiert. Die Gesamtkosten für Straßenbau und Platzgestaltung von 1,9 Millionen Euro bezeichnete Feilke als angemessen. Der Zeitplan sieht vor, die Pläne noch vor der Kommunalwahl auf den Weg zu bringen und sie dann 2019/20 umzusetzen. Als erstes soll der Kreisel entstehen, danach der Platz umgestaltet werden.

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