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Stadtteilbeirat : Tungendorf bekommt den Kreisel am Loose-Platz

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Planer stellten drei Entwürfe für das Stadtteilzentrum vor. Stadtteilbeirat votiert einstimmig für Variante mit kleinem Kreisverkehr und neuen Parkflächen am Rüschdal

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erstellt am 17.Dez.2015 | 17:20 Uhr

Neumünster | Vor einem Jahr gab es die ersten Anregungen, jetzt legten die Planer ihre Entwürfe für die Neugestaltung des Helmut-Loose-Platzes in Tungendorf vor. Der Stadtteilbeirat – und die große Mehrheit der 31 Besucher der Sitzung im Volkshaus – waren sich einig: Die Variante mit der Ordnungszahl 1 ist auch die beste Lösung für Tungendorfs Stadtteilzentrum.

Günter Greis vom Planungsbüro Arbos Stadt- und Freiraumplanung und Verkehrsplaner Oliver Schlichting (beide Hamburg) stellten die drei Entwürfe vor, die es nach intensiven Gesprächen in Arbeitsgruppen und mit den Akteuren am Platz (Edeka-Markt Grümmer, Volksbank/Ärztehaus, Sparkasse, Wochenmarkt) in die Endausscheidung schafften.

„Der Helmut-Loose-Platz ist sehr stark versiegelt. Es gibt viel Beton und Verkehrsfläche, der Platz ist von Straßen umzingelt“, beschrieb Greis die Ausgangslage und nannte auch die bei der Gestaltung leitenden Gedanken. Die Planer sollten nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessern, sondern auch die Funktion als Marktplatz, als Gedenkstätte für den früheren Stadtpräsidenten Helmut Loose und Verkehrsfläche im Blick haben.

Variante 1 plant mit einem kleinen Kreisverkehr und einem Platz, der sich durch Hecken und eine leichte Absenkung von den Straßen absetzt. Auf Hochborde wird verzichtet, sodass Kinderwagen oder Rollator kein Handicap darstellen. Obwohl auf dem Platz selbst keine Autos parken sollen, gibt es sogar ein leichtes Plus an Parkflächen durch neue Stellplätze am Rüschdal. In der (verworfenen) Variante 2 ist der Platz etwas anders gestaltet. Auch Variante 3 mit einem großen, fast ovalen Kreisel fiel durch. Was keine Erwähnung fand: Allen drei Varianten gemeinsam ist der Verzicht auf die vorhandenen Trauerbuchen. Sie sollen gefällt werden.

Die Radfahrer sollen bei der vorgeschlagenen Neugestaltung wieder direkt auf der Straße fahren. „Ein Kreisverkehr ist für radelnde Kinder viel sicherer als die aktuelle Situation“, sagte Verkehrsexperte Oliver Schlichting. Kleine Kinder dürfen und sollen natürlich weiterhin den Gehweg benutzen. Denkbar sei auch ein Schutzstreifen für Radler an der Wilhelminenstraße.

Überlegt werden müsse, ob die Zebrastreifen näher an den Kreisverkehr herangeführt werden müssten, so Schlichting. Apropos Radler: Die alten „Felgenknicker“ am Edeka-Markt sollen 40 modernen Bügelständern für Fahrräder weichen.

Die Beschicker des Tungendorfer Wochenmarktes hatten sich schon vorab klar für diese Variante 1 ausgesprochen. „Alle vorgestellten Varianten nutzen den Platz viel besser als bisher“, entgegnete Beirat Reinhard Ruge (FDP) Kritik aus dem Publikum, hier werde unnötig viel Platz verschwendet.

Stadtteilvorsteher Jürgen Böckenhauer (SPD) gefiel vor allem die gleichmäßigere Verteilung der Parkplätze auf Flächen nördlich und südlich des Kreisels. „Die Variante 1 macht sich auch städtebaulich gut“, sagte Böckenhauer und lag da mit seinem Stellvertreter, Klaus Grassau von der CDU, auf einer Linie. Grassau: „Das wird eine deutliche Verbesserung.“

Nach dem empfehlenden Votum im Stadtteilbeirat sind nun der Bauausschuss und die Ratsversammlung am Zuge. Sie müssen über investive Maßnahmen entscheiden und den Planungsauftrag vergeben. Wie und in welchen Etappen die Neugestaltung dann Form annimmt, ist noch offen.

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