Museum Tuch + Technik : Tüftelei mit schwer beladenen Papierbooten

Am Anfang steht die Idee: Gianna (10, von links), Sophie, Cora und Luisa (alle 11) ließen sich Zeit zu beraten, wie ihr Schiffsmodell aussehen sollte.
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Am Anfang steht die Idee: Gianna (10, von links), Sophie, Cora und Luisa (alle 11) ließen sich Zeit zu beraten, wie ihr Schiffsmodell aussehen sollte.

14 Teams mit insgesamt 60 Kindern versuchten bei der Kinder-Technik-Akademie, möglichst viele Murmeln auf ein Papierboot zu bekommen.

shz.de von
05. Januar 2015, 06:15 Uhr

Neumünster | Gleich 14 Teams mit insgesamt 60 Kindern fanden sich am vergangenen Sonnabend im Museum Tuch + Technik ein, um an der noch weihnachtlich ausgeschriebenen Kinder-Technik-Akademie teilzunehmen. „Schiffe versenken“ oder „Welches Papierboot trägt die meisten Murmeln“ stand als Aufgabe vor den Jungen und Mädchen – und die machten sich sofort an die Arbeit.

Innerhalb einer Stunde sollten sie ein Schiff aus einem DIN A3-Plakat, Flüssigkleber, Klebestifte und Schneidewerkzeuge konstruieren und in einem Wassertrog mit Murmeln beladen. Die Spielregeln waren einfach: Das Schiff, das die meisten Murmeln trägt, hatte gewonnen.

Zugelassen waren Teams von mindestens drei bis fünf Jungen und Mädchen, nicht älter als 12 Jahre, und einem Erwachsenen. Über die insgesamt 14 Gruppen freute sich Karin Ruhmöller vom Museum, denn im vergangenen Jahr, als es um ein Rad aus Papier ging, war nur ein einziges Team am Start. Seit 2010 organisieren die Museumsmitarbeiter diese Kinder-Technik-Akademie, je eine Veranstaltung in den Ferien zu einem anderen Thema.

Kaum hatte Karin Ruhmöller den Start freigegeben, begann ein fleißiges Basteln und Werken. Kreativität und Fingerfertigkeit waren gefragt und so entstanden alsbald ebenso ausgefallene wie interessante Konstruktionen. Martens (14) und Ansgar (11) starteten mit einer Tüte, zwar weniger ein Schiff, aber tragfest. Leider hatte es bei der Nagelprobe zuviel Tiefgang.

Die wenigsten Modelle hatten am Ende den typischen Rumpf eines Schiffes. Die Jungen und Mädchen bevorzugten flache „Lastkähne“ (eigentlich offene Schachteln), mit weniger Tiefgang und großer Ladefläche. Letztlich siegten aber die Modelle mit geringer Grundfläche und stabilen Seitenwänden. Das Siegerboot von Janne (5) und Maira Neuwald (9), sowie Majel (9) und Vater Dirk Hoffmann (42) trug am Ende 267 Murmeln. Beachtlich! Immerhin lag bei vorangegangenen Tests im Museum die Höchstzahl knapp unter 100 Murmeln. Das Siegerteam darf jetzt das Schiffsführungs-Simulationszentrum des maritimen Forschungs- und Ausbildungszentrums in Flensburg besuchen. Im zweitplatzierten Boot lagen immerhin noch 210 Murmeln. Am Ende bekamen alle Tüftler eine Urkunde.



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