zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 13:51 Uhr

Bilanz : Tuch+Technik auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

2013 kamen über 22 000 Besucher / Besucherzufriedenheit hoch / Individuelle Betreuung je nach Altersgruppen / 2014 viele Ausstellungen

2013 war ein sehr gutes Jahr für das Museum Tuch+Technik: 22 500 Besucher strömten zu Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Führungen – eine deutliche Steigerung zu 2012 mit 19 000 Besuchern. „Bundesweit liegen dreiviertel aller Museen unter 20 000 Besuchern, etwa die Hälfte von ihnen sogar unter 5000 Besuchern. Ähnlich sieht es bei speziell auf Technik und Wissenschaft zugeschnittenen Museen aus. Wir sind stolz und sehr zufrieden“, sagte Museumsleiterin Astrid Frevert gestern beim Vorstellen des neuen Jahresprogramms.

Auch die Zufriedenheit der Besucher, die durch Einträge im Besucherbuch und durch Fragebögen dokumentiert ist, ist durchweg sehr hoch. Das Museum ist ein überregionaler Anziehungspunkt: 60 Prozent kamen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und weiteren Gegenden. Zugpferde waren vor allem die Ausstellungen wie „Nancy Crow – Color Improvisations“ und Leonardo da Vinci, bei denen vor allem die Kinder „die Bude einrannten“. Als erfolgreichste Veranstaltung entpuppte sich der Webermarkt mit 2500 Besuchern an zwei Tagen. Astrid Frevert lobt für das Erfolgsjahr ihr Team, vor allem die Ehrenamtlichen, die etwa 2700 Stunden Arbeit leisteten bei der Aufsicht, dem Aufbau der Ausstellungen, Räumarbeiten im Depot und vielem mehr. Rund 80 Mitarbeiter inklusive der Fördervereinsmitglieder, der Hauptamtlichen und Honorarkräfte zählt die Museumsleiterin.

Fast 600 Veranstaltungen wurden auf die Beine gestellt, und Museumspädagogin Karin Ruhmöller erklärte den Erfolg auch mit individuellen Konzepten. So wurde extra für Kita-Kinder die Figur der Motte Ella kreiert; Senioren werden mit Bewegungsangeboten eingebunden. Außerdem entstand anlässlich des Weltfrauentags ein Stricktreff.

Für 2014 sind neben der Museumsnacht (24. Mai) und dem Webermarkt 11./12. Oktober) mehrere große Ausstellungen geplant: „European Art Quilts VII“ (7. März bis 1. Juni) zeigt 48 zeitgenössische Quilts von Künstlern aus 15 Ländern. „Das Pepita-Virus – Herstellung und Verbreitung eines Stoffmusters“ (13. Juni bis 5. Oktober) widmet sich einem Webmuster, das es schon in der Bronzezeit gab und dass in der Neuzeit auf Handy-Hüllen, Gummistiefeln, Brillen und Toilettenpapier (!) zu finden ist. Das Museum wird im März die Bürger um ihre liebsten Pepita-Objekte bitten (auch als Leihgabe). „Stars in der Stadt – Künstlerportraits von Walter Erben“ (27. Juni bis 28. September) zeigt Aufnahmen des legendären Fotografen aus den 50er- bis 70er-Jahren von Künstlern in deren Garderobe. Ergänzt werden die Bilder durch Rezensionen und Interviews.

„T-Shirts, Tüten und Tenside“ (ab Oktober) ist eine interaktive Ausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umweltschutz und zeigt Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Energie und Chemie. Das „Häkellabor“ von Katharina Krenkel (31. Oktober bis Februar 2015) füllt das Museum mit umhäkelten Objekten von handgroß bis raumfüllend. Ein Beispiel sind die „SOS-Objekte“ – Rettungsringe für die Seele.

 

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jan.2014 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert