Abreise : Tschernobyl-Kinder sagen Tschüs

Mit der Ukraine-Flagge winkten die Kinder, Betreuer und Helfer vor dem Bus noch einmal zum Abschied. Eberhardine und Peter Seelig (rechts) freuten sich, dass die Organisation des Fluges gut geklappt hatte.
Mit der Ukraine-Flagge winkten die Kinder, Betreuer und Helfer vor dem Bus noch einmal zum Abschied. Eberhardine und Peter Seelig (rechts) freuten sich, dass die Organisation des Fluges gut geklappt hatte.

Am Dienstagabend ging zu später Stunde der Flieger nach Kiew. Alle wollen per Telefon oder E-Mail Kontakt halten.

shz.de von
14. August 2014, 09:00 Uhr

Neumünster | Es wurde fröhlich miteinander gerangelt, Fangen gespielt oder gekuschelt, gelacht und geschrien: Die Stunde vor dem Abschied der Tschernobyl-Kinder zeigte, wie sehr sich die jungen Patienten aus der Ukraine erholt hatten. Dann war es soweit: Busfahrer Günter Prien (63) rollte mit einem VHH-Bus vor.

Ein kurzer Moment des Innehaltens: Organisatorin Eberhardine Seelig rief alle in der Halle der Fröbelschule zusammen; Anna Momot, ehemalige Reha-Kind, dolmetschte. „Lieber Gott, wir bitten Dich, dass Du uns behütest, schenke doch allen Kindern gute Gesundheit und ein langes Leben, behüte auch alle Eltern und Betreuer“, gab sie den Reisenden einen Segen zur Heimkehr in das politisch geschüttelte Land. Mit Bananen und Saft im Gepäck ging es nach Lübeck, wo gegen 23 Uhr der Flieger nach Kiew abhob. „Wir bleiben in Kontakt“, versprachen sich alle ein wenig wehmütig.

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