Nach dem Feuer in Neumünster : TS Einfeld: Vereinsheim hat wieder geöffnet

Vereinswirt Sascha Milivojevic (von links), seine Mitarbeiterin Christiane Appelhagen und Rüdiger Schmitt freuen sich, dass der Betrieb wieder provisorisch läuft.
Vereinswirt Sascha Milivojevic (von links), seine Mitarbeiterin Christiane Appelhagen und Rüdiger Schmitt freuen sich, dass der Betrieb wieder provisorisch läuft.

Die Gastronomie läuft provisorisch. Die Baugenehmigung für die Container ist da. Sie sollen noch diese Woche stehen.

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22. Oktober 2019, 19:42 Uhr

Neumünster | Die Erleichterung ist dem Vorsitzenden des TS Einfeld, Rüdiger Schmitt, und dem Vereinswirt Sascha Milivojevic anzusehen. Rund sieben Wochen nachdem das Vereinsheim am Roschdohler Weg abgebrannt ist, kann nun provisorisch im ehemaligen Tennisheim der Betrieb wieder aufgenommen werden. Auch die Baugenehmigung für das Aufstellen von fünf Containern für den Übergang ist seit Dienstagabend da.

Arbeiten sind im Zeitplan

„Damit konnten wir unseren Zeitplan einhalten, das Tennisheim bis zum Ende der Herbstferien wieder flott zu machen und den Spielbetrieb wieder aufzunehmen“, erklärte Rüdiger Schmitt. Umfangreiche Umbaumaßnahmen waren dafür nötig – unter anderem das Verlegen von Versorgungsleitungen.

 Ohne die schnelle, unbürokratische Hilfe von Neumünsteraner Unternehmen und vielen Ehrenamtlern wäre das nicht möglich gewesen. Rüdiger Schmitt, TSE-Vorsitzender
 

Baugenehmigung für die Container da

Auch die riesige Hilfs- und Spendenwelle ebbe nicht ab. „Nachdem nun die Baugenehmigung da ist, sollen im Laufe der Woche die provisorischen Container aufgestellt werden für weitere Umkleide- und Duschkabinen“, sagt Schmitt. Die kleinen Kabinen im Tennisheim seien für volle Mannschaftsstärken im Fußball nämlich nicht ausgelegt. Die Stadt bezuschusst das Aufstellen der Container mit 44.000 Euro.

Vereinswirt Sascha Milivojevic überwältigt von der Unterstützung

Vereinswirt Sascha Milivojevic hat die vergangenen Wochen in einem Wechselbad der Gefühle erlebt: „Ich bin total überwältigt von der Unterstützungswelle“, sagt er. Anschuldigungen und Gerüchte haben ihn aber gleichermaßen „extrem belastet“, so der Wirt. Er habe noch am Tag des Feuers mit der Feuerwehr gesprochen und am nächsten Tag der Kripo mitgeteilt, dass er mit einem Brenner Unkraut vernichtet habe und ihm dabei das Missgeschick passiert sei.

90 Prozent der Feiern konnten stattfinden

„Dank der Hilfe vieler Vereinsgaststätten konnten rund 90 Prozent der Feiern stattfinden“, so Milivojevic. Auch alle Mitarbeiter konnte er weiter beschäftigen. Er habe eine Küche angemietet, in der das Essen zubereitet wird. Kleinere Einschränkungen werde es lediglich in der Speisekarte geben. Die Öffnungszeiten bleiben wie gewohnt, und auch ein Sky-Angebot wird es geben und Feiern bis zu 45 Personen können im Tennisheim stattfinden.

Abriss der Brandruine bis Weihnachten geplant

Mit dem Abriss der Brandruine kann immer noch nicht begonnen werden, da die offizielle Schadenssumme vom Gutachter noch nicht ermittelt ist. „Unser Ziel ist es, dass die Ruine bis spätestens Weihnachten der Geschichte angehört, um dann im Frühjahr 2020 mit den Vorbereitungen für einen Neubau beginnen zu können“, erklärt Schmitt. Für die Planungen hat der Krisenstab alle Sparten und Mitglieder aufgefordert, Ideen einzubringen, die auf einer Vereinsratssitzung im November zusammengetragen werden.

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