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Aktion Offener Garten : Tropisches Flair im Pflanzenparadies

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Axel Domnick und Christopher Beth nehmen an der Aktion Offener Garten teil. Auf 1500 Quadratmetern züchten sie ausgefallene Pflanzen.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2015 | 14:30 Uhr

Neumünster | Angefangen hat alles vor 20 Jahren mit einer Grünlilie. Axel Domnick war in der 3. Klasse und hatte die Aufgabe, das „Beamtenkraut“ zu vermehren. „Die Faszination für Pflanzen hat mich seit dieser Zeit nicht mehr losgelassen“, beschreibt der Neumünsteraner seine Leidenschaft für die Botanik. Domnick erlernte nach der Schule den Beruf des Gärtners und fing an, sich für exotische Planzen zu interessieren. Auch sein Freund Christopher Beth, ebenfalls gelernter Gärtner, hat ein Faible für Pflanzen, „die man nicht in jedem Baumarkt findet“.

Als ihre gemeinsame Wohnung zu klein für all ihre Pflanzen wurde, pachteten die Männer einen 400 Quadratmeter großen Schrebergarten. „Weil unsere Pflanzen viel Sorgfalt brauchen und der tägliche Weg zum Garten nach der Arbeit belastend wurde, haben wir uns entschlossen, ein Haus zu kaufen“, erzählte Domnick. Priorität hatte bei der Suche ein großes Grundstück. In der Gartenstadt wurden die beiden fündig. Seit einem Jahr lebt das Paar in einem Siedlungshaus am Neuen Kamp. 1500 Quadratmeter Garten inklusive.

Betritt man die grüne Oase, empfängt einen ein Palmenbeet. „Darum kümmere ich mich hauptsächlich“, erzählte Beth. Sein Herz schlägt eindeutig für die tropischen Gewächse. Kann er doch an ihnen seinen Ehrgeiz, frosttolerante Exoten über den norddeutschen Winter zu bringen, bestens ausleben. „Unsere Pflanzen gehen durch eine harte Schule“, beschreibt Axel Domnick das Vorgehen. „Für uns besteht ein großer Reiz darin, exotische Pflanzen ohne energetischen Aufwand durch die kühle Jahreszeit zu bringen“, erklärt er.

Ihr großes Können auf diesem Gebiet zeigt sich in ihrem lang gestreckten Garten: Knallrote Früchte hängen wie Weihnachtskugeln an einem drei Meter hohen Tomatenbaum (Tomarillo), fleischfressende Pflanzen säumen den neu angelegten Teich, ein Kaffeestrauch, den die beiden Gärtner vor fünf Jahren als Sämling gepflanzt haben, trägt erste Früchte, und in einem abgesteckten Beet wächst Minze in allen Geschmacksorten. „Unser größter Stolz ist der Kakteenhügel“, sagt Beth und verweist auf den Hügel, der seine ganze Schönheit erst bei näherer Betrachtung entfaltet. Zarte Blüten und lange Stacheln stehen hier in harmonischer Eintracht. Selbst das Gemüse im Garten der beiden Freunde ist alles andere als herkömmlich. Die Erbsen sind lila, die Kartoffeln blau und die Möhren weisen eine lila-orangenen Färbung auf. Alles bunt und zum Verzehr geeignet.
 

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