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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 13:22 Uhr

Tasdorf : Trimelkel: Weniger Raser als gedacht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei 4500 Fahrzeugen wurde das Tempo gemessen.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 17:26 Uhr

Tasdorf | Im Tasdorfer Trimelkel wird gerast: Zumindest war das der Eindruck von Anwohnern der Tempo-30-Zone. Eine aktuelle Verkehrserfassung bestätigt das. Allerdings fällt das Ergebnis anders aus, als es von den Anwohnern gefühlt wurde.

Die Verbindungsstraße zwischen Tasdorf und Bönebüttel ist eine Tempo-30-Zone. Die Straße ist eine schmale Gemeindestraße, die auch optisch nicht breit wirkt und zusätzlich innerorts durch seitliche Inseln verengt wird. Zudem gibt es etwa 100 Meter nach der Ortseinfahrt eine Schwelle. Trotzdem scheinen hier viele Autofahrer zu viel Gas zu geben, hieß es.

Eine Woche lang wurde nun die Geschwindigkeit gemessen. Bis zu 4500 Fahrzeuge wurden auf der Messstrecke pro Tag und Richtung gezählt. Die meisten Fahrzeuge fuhren zwischen 26 und 35 Stundenkilometern. „Insgesamt fuhren 81 Prozent bis 40 Stundenkilometer“, erklärte Anwohner Dietrich Laß. Außerdem sei erstaunlich, dass auch der Schwerlastverkehr sehr zivil fahre, meinte Bürgermeister Hans-Heinrich Sievers. Trotzdem gelte eben Tempo 30 und nicht mehr. Die Spitze hielt ein Autofahrer, der es auf 70 Sachen brachte. Über eine zusätzliche „optische Bremse“ soll noch beraten werden.

Zustimmung gab es zu der Abwägung der Stellungnahmen, die nach der letzten öffentlichen Auslegung zu den in der Gemeinde geplanten Änderungen im Bebauungsplan Nummer 1 eingegangen waren. Hierzu gab es keine öffentlichen Einwände, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Dietrich Laß. Lediglich in der Gebietsbezeichnung hatte die Kreisverwaltung darauf hingewiesen, dass eine Neuansiedelung landwirtschaftlicher Betriebe nicht zu erwarten sei und diese daher wegfallen können. Damit erhalten die betroffenen Bereiche den Charakter von Wohngebieten ohne nähere Gebietsbezeichnung.

Außerdem wurde der Haushaltsentwurf 2016 beraten. „Hier sind nach Aufrechnung der Zahlen kaum große Ausreißer zu erwarten“, erklärte der Finanzausschussvorsitzende Wilfried Hansen. Die größten Posten bleiben mit insgesamt 85 000 Euro die Schul- und Kindergartenkosten. Der Haushaltsentwurf wurde mit einem Volumen von knapp 428 000 Euro im Verwaltungshaushalt und 76 000 Euro im Vermögenshaushalt verabschiedet. Die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Die Hundesteuer wird um 10 Euro pro Hund angehoben.

Außerdem übergab Tasdorfs ehemaliger Bürgermeister Reinhard Wallmann seinen Vorsitz im Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde an den zweiten stellvertretenden Bürgermeister Olaf Schließeit (beide SPD). Schließeit wurde aus der Gemeindevertretung einstimmig bestätigt. Wallmann, der politisch kürzer treten will, bleibt als bürgerliches Mitglied im Ausschuss.  

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