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Polizeibericht : Trickdiebe hatten Senioren im Visier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Geldwechseln verschwanden die Scheine aus dem Portemonnaie

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | Es waren immer ältere Männer, die die dreisten Täter als Opfer auswählten. Drei Mal versuchten Unbekannte von Mitte August bis Anfang September, mit einem Geldwechseltrick an die Scheine im Portemonnaie der Senioren (70 bis 87) zu kommen.

Zwei Taten ereigneten sich am Grünen Weg in Wittorf. Sowohl am 11. August als auch am 3. September wurden die Rentner dort angesprochen. Die Täter baten um ein Eurostück für den Einkaufswagen und gaben vor, nur eine Zwei-Euro-Münze zu haben. Nachdem die Angesprochenen ihre Geldbörsen geöffnet hatten, wurden sie abgelenkt. Unbemerkt wurden ihnen geschickt Geldscheine aus dem Portemonnaie gestohlen.

Der dritte Fall ereignete sich am 28. August auf dem Aldi-Parkplatz an der Rendsburger Straße. Der Täter ging auch dort nach demselben Muster vor. Allerdings konnte das Opfer hier dem Täter die Scheine wieder entreißen. Wenig später wurden drei Tatverdächtige von der Polizei vorläufig festgenommen. Nach Feststellung der Personalien und ersten Befragungen konnten sie wieder gehen.

Die drei Fälle sind nicht die einzigen Taten, bei denen ältere Menschen in Neumünster ins Visier von Dieben gelangen, erklärte die Polizei gestern. So wurden Senioren bereits oft angebettelt oder unter dem Vorwand, für eine gemeinnützige Organisation zu sammeln, um Bargeld gebracht. Um den Eindruck der Seriosität zu unterstützen, werden laut Polizei oft Klemmbretter mit angeblichen Unterschriftenlisten sowie laminierte Faltblätter von tatsächlich existierenden Organisationen missbräuchlich vorgezeigt. Ist das Opfer abgelenkt, wird es bestohlen.

Die Polizei empfiehlt, in ähnlichen Situationen ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen. Auf jeden Fall sollten die Angesprochenen für einen angemessenen Abstand zu dem Bittsteller sorgen.

Verdächtige Situationen sollten rasch angezeigt werden. In den jüngsten Fällen stammten die Tatverdächtigen nach Angaben der Ermittler aus Südosteuropa oder wurden vom Aussehen her so beschrieben.

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