Courier-Austräger : Treuer Einsatz seit 25 Jahren

Gaby Roggensack, Bezirksleiterin der Zustellgesellschaft, überreichte Helmut Schümann eine Ehrenurkunde. Schümanns Ehefrau Margot hatte zum Jubiläum einen Kuchen gebacken und die Hecke im Garten mit Courier-Ausgaben dekoriert.
Gaby Roggensack, Bezirksleiterin der Zustellgesellschaft, überreichte Helmut Schümann eine Ehrenurkunde. Schümanns Ehefrau Margot hatte zum Jubiläum einen Kuchen gebacken und die Hecke im Garten mit Courier-Ausgaben dekoriert.

Helmut Schümann trägt seit 1990 in Faldera den Courier aus. Die Bewegung hält den 81-Jährigen fit.

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02. Juli 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Wenn bei Helmut Schümann der Wecker klingelt, drehen sich die meisten Menschen noch einmal gemütlich im Bett um. Um 3.15 Uhr ist für den Falderaner die Nacht zu Ende. Sechs Tage pro Woche trägt der 81-Jährige den Courier aus – und das bereits seit 25 Jahren. Zum Jubiläum überreichte Gaby Roggensack, Bezirksleiterin der Zustellgesellschaft, ihm gestern eine Ehrenurkunde und bedankte sich persönlich für seine zuverlässige Arbeit.

Seine ersten Zeitungen trug Helmut Schümann am 1. Juli 1990 in Faldera aus. Gesundheitliche Probleme hatten den gelernten Maurer dazu gezwungen, seinen Beruf aufzugeben. „Ich fühlte mich damals wie auf dem Abstellgleis“, berichtet er. Als er im Courier las, dass Zusteller gesucht werden, meldete er sich und erhielt den Zuschlag. Sein Bezirk ist bis heute derselbe geblieben. 73 Zeitungen trägt er im Schneiderweg, der Gerberstraße, der Falderastraße und Teilen der Ehndorfer Straße aus. Wind und Wetter können dem agilen Senior nichts anhaben: „Dafür gibt es schließlich die entsprechende Kleidung.“

Wenn er gegen 5.30 Uhr nach Hause kommt, legt sich Schümann bis 9 Uhr ins Bett und liest dann beim Frühstück mit Frau Margot erstmal den Courier.

Erlebt hat er in all den Jahren eine Menge – nicht immer nur Positives: „Es gab Zeiten, da war ich am Sonnabendmorgen immer mit Pfefferspray unterwegs, weil ich einmal von Jugendlichen vom Rad gerissen wurde, als die aus der Disco kamen.“ Doch es gibt auch lustige Anekdoten: „Einmal lief im Schneiderweg ein Igel über die Straße, der steckte mit dem Kopf in einem Joghurt-Becher. Da musste ich erste Hilfe leisten.“

An seiner Arbeit liebt er besonders die Bewegung: „Ich fahre jeden Morgen fast zwölf Kilometer mit dem Rad, das hält fit“, sagt Schümann, der seine Tätigkeit nach Möglichkeit noch einige Zeit ausüben will: „Ich mache weiter, so lange ich noch kann.“

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