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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 11:48 Uhr

Nordbau : Trendthema: Sicher bauen, sicher wohnen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

938 Aussteller aus 17 Nationen: Am Donnerstag eröffnet Ministerpräsident Torsten Albig Nordeuropas größte Baufachmesse auf dem Gelände der Holstenhallen

von
erstellt am 11.Sep.2013 | 10:30 Uhr

Nordeuropas größte Baufachmesse, die Nordbau auf dem Gelände der Holstenhallen in Neumünster, öffnet morgen ihre Tore. 938 Aussteller aus 17 Nationen präsentieren bis zum kommenden Dienstag in neun Hallen und auf fast 70 000 Quadratmetern Freigelände die Neuheiten der Branche.

„Damit ist die Nordbau zum zwölften Mal in Folge ausgebucht“, sagt Hallen-Chef Dirk Iwersen. Ministerpräsident Torsten Albig wird die Messe eröffnen, die dieses Jahr selbst einer lebendigen Baustelle gleicht. Seit März wird die denkmalgeschützte Holstenhalle 1 für 21 Millionen Euro im laufenden Betrieb umgebaut und von Grund auf modernisiert.

Den neuesten Stand der Technik versprechen nicht nur die großen Baumaschinenhersteller, die auf der Nordbau zwei Deutschland- und eine Weltpremiere zeigen. „Auch die Handwerkzeuge werden immer leistungsfähiger“, erklärt Wolfgerd Jansch von der Messeleitung. Die Nordbau ist laut Jansch die einzige Fachmesse, die Baumaschinen und Baustoffe zeigt und dabei gleichermaßen den Bau-Profi wie auch den privaten Hausbesitzer erreicht.

Großen Zuspruch erwarten Jansch und Iwersen beim Schwerpunktthema „Sicher bauen, sicher wohnen“. Dabei geht es nicht nur um Baustoffe für gesundes Wohnen und Sicherheitstechnik gegen Einbrecher, sondern auch um den Brandschutz und neue Geräte und Maschinen für sichere Arbeitsabläufe.

In Halle 2 geht es unter dem Motto „Lebensräume gestalten“ um Komfort und modernes Wohndesign, etwa das Einrichten und Dekorieren mit Stoffen, Fliesen und Holz sowie um Bäder, Armaturen und die Küchengestaltung. Schon Dauerbrenner auf der Nordbau sind die Themen energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie der Einsatz erneuerbarer Energien.

Keine Frage, der Bau hat zurzeit gut zu tun. „Die Zahl der Baugenehmigungen hat deutlich zugenommen“, sagt Georg Schareck vom Baugewerbeverband. Das liege auch an den finanziellen Anreizen und Förderprogrammen, etwa der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. „KfW-Kredite sind zurzeit mit ein Prozent bei zehnjähriger Zinsbindung unschlagbar günstig“, sagt Dietmar Wahlberg von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen. Die ständige Verschärfung der staatlichen Vorgaben zur Energieeinsparung sei allerdings eine ungesunde Entwicklung. Sie erweise sich immer mehr als Preistreiber, die Effekte würden geringer. Wahlberg: „Die technischen Möglichkeiten sind heute weitgehend erreicht.“

Die Nordbau ist nicht nur Leistungsschau der Bauwirtschaft, sondern auch Fachforum, was mehr als 40 Kongresse unterstreichen. Daneben wirbt die Messe auch um den Nachwuchs für eine krisenfeste Branche. Beim Info-Tag „Nordjob-Bau“ am Montag, 16. September, werden mehr als 1500 Schüler aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Auch die zentrale Freisprechungsfeier des Dachdeckerhandwerks hat ihren festen Platz auf der Nordbau. Insgesamt werden bis zum kommenden Dienstag 70 000 Besucher erwartet.

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